Hallo,
wer sein Eifutter selbst herstellen möchte, oder fertiges Eifutter noch verbessern möchte, kann dies mit Trockeneigelb tun.
Ich verwende seit einigen Monaten Trockeneigelb von diesem Lieferanten:
Artikel-Schlagworte: „Wellensittichfutter“
Bezugsquelle für Trockeneigelb
Dienstag, 1. März 2011Die Zubereitung des Eifutters
Donnerstag, 8. April 2010Für die täglich frische Zubereitung des Weichfutters nehme ich mir besonders viel Zeit.
Als Basis dienen gequollene oder gekeimte Körner: Hafer, Nackthafer, Weizen, Gerste, Hanf, Katjang Bohnen, Darisaat, Quinoasaat.
WICHTIG: In vielen Anleitungen wird beschreiben, daß man die Körner 12 oder 24 Stunden quellen lassen soll. Das ist Unsinn. Hafer ist nach ca 4-6 Stunden bereits gesättigt. Quinoasaat bereits nach einer Stunde. Nackthafer benötigt etwa 2-3 Stunden. Eine 12-24 stündige Einweichzeit schädigt das Korn (es wird regelrecht ersäuft).
Je nach Lust und Laune (und Zeit natürlich) setze ich gleichzeitig in verschiedenen Gefäßen Saaten zum quellen/keimen an. Die Körner werden dann in verschiedenen Reifezuständen (Quellfutter/Keimfutter/Grünfutter) verfüttert. Alle paar Tage kommt eine Dose Gemüsemais mit in das Futter.
Zu den Körnern gebe ich die zerriebenen Eierschalen der gekochten Eier (verschmutze Schalen werden natürlich ausgesondert). Dann schneide oder reibe ich verschiedene frische Gemüse und Kräuter:
Petersillie, Schnittlauch, Dill, Fenchel, Stangensellerie, Knollensellerie, Lauch, Karotten, Brokkoli. Äpfel und Blumenkohl finden bei mir übrigens keine Verwendung mehr. Durch die Äpfel hatte ich immer wieder Vögel mit Durchfall. Seit ich keine Äpfel mehr füttere habe ich dieses Problem überhaupt nicht mehr. Bei der Gabe von Blumenkohl lagen immer wieder Eier unter den Sitzstangen. Sobald ich die Fütterung des Blumenkohls absetzte war der Spuk vorbei. Das ist bei mir in der Zucht so. Von anderen Zuchten weiß ich, daß Äpfel u. Blumenkohl keine Probleme machen. Aber jede Zucht ist eben anders. Außerdem verfüttere ich auch Gartenkresse, Zuccini und alles was gerade angeboten wird oder frisch ist. Wenn ein Gemüse gerade besonders teuer ist oder welk aussieht wird es nicht gekauft. Abwechslung bedeutet ja auch mal etwas nicht zu füttern. Zusätzlich gibt es noch eine Handvoll Hanf und Negersaat dazu. Ebenso füge ich der Mischung Vogelgrit und ein paar Löffel Mineralien dazu.
Zu dieser Futtermischung kommt jetzt Folgendes hinzu: Etwas Wasser mit 1-2 Eßlöffel Kräuterhefe, ein paar Tropfen Vitamin K1 oder Santalina K3, von Zeit zu Zeit ein paar Tropfen Propolis, eventuell ein paar Spritzer Vitacombex, etwas flüssiges Calcium. Die Flüssigkeiten werden verrührt und eine große Tasse Sausage Rusk wird zugegeben. Das Gemisch soll ein paar Minuten quellen. Wenn ich rote oder grüne getrocknete Paprika verfüttere lasse ich sie ein paar Minuten in dem Flüssigkeitsmix quellen bevor ich das Sausage Rusk zugebe.
Über die Körner und das Gemüse gebe ich Weizenkeimöl, Olivenöl, Sonnenblumenöl oder Leinöl.
Danach setze ich getrocknete Kräuter zu:
Oregano, Basilikum, Dillspitzen, Spitzwegerich, Löwenzahnkraut, Brennessel, Blütenpollengranulat, Rosmarin, Thymian, Pfefferminzblätter, Zinnkraut,
Ringelblume, Vogelmiere, Majoran, Salbei …
Jetzt vermenge ich alles und lasse es kurz “ziehen”
Dann kommt noch fertiges Eifutter hinzu. Die Menge richtet sich nach dem Feuchtigkeitsgehalt des Gemisches. Es soll ja nachher nicht zu trocken und nicht zu feucht sein.
Auch beim Eifutter wechsle ich die Produkte ab oder verwende mehrere Produkte gleichzeitig: Alleckwa, Sittich Animal, Orlux oder Graf Eifutter.
Am Ende rasple ich die gekochten Eier mit der Küchenreibe in das Gemisch und vermenge noch einmal alles gut.
Züchter die mich besuchten haben mich anfangs für diese aufwändige Art der Fütterung belächelt. Das hat sich dann aber schlagartig geändert, als wir die Nistkästen gemeinsam durchgesehen haben. Die vielen gesunden Babys sind eine schöne Gegenleistung für den betriebenen Aufwand. Deshalb werde ich die beschriebene Fütterung auch in Zukunft weiter betreiben und verbessern. So soll ab Sommer auch selbstangebaute Vogelmiere verfüttert werden.
Ich bereite übrigens immer soviel Futter zu, daß auch die Vögel in der Voliere noch ausreichend Weichfutter zu fressen bekommen.
Das Wasser – täglich frisch
Donnerstag, 8. April 2010Meiner Meinung nach ist unzureichende Sauberkeit oder unregelmäßiger Wasserwechsel die häufigste Ursache für Krankheiten bei unseren Wellensittichen. Im Wasser vermehren sich Keime und Bakterien expolosionsartig. Deshalb wechsle ich das Trinkwasser täglich.
Bereits am Abend, kurz vor Abschalten der Lichtanlage werden die Trinkröhrchen entfernt, und in die Spülmaschine gegeben. So kann ich am Morgen saubere trockene und weitgehend keimfreie Trinkröhrchen neu befüllen.
Beim Wasser selbst versuche ich meinen Wellensittiche soviel als möglich Abwechslung zu bieten, verschiedene Geschmacksrichtungen sozusagen.
Fast täglich ändere ich die Zusammensetzung der Zusätze:
- Wasser mit einem Schuß Obstessig
- Wasser mit ein paar Tropfen Obstessig + etwas Serinol
- Wasser nur mit Serinol
- Wasser mit Obstessig + flüssigem Calcium
- Wasser pur mit “Keimfrei” auf Silberbasis (geschmacksneutral)
- Wasser mit Blautropfen
- Wasser mit Obstessig und etwas Vitacombex V
- Wasser mit Vitamin K1 + Propolis
- Wasser mit Strath Kräuterhefe (da füge ich immer etwas Vitacombex hinzu, welches das Wasser etwas süßlicher macht)
- Wasser mit Traubenzuckerlösung (nach Streß von Ausstellungen, Transport)
- 2 mal jährlich gebe ich eine natürliche Wurmkur auf Rainfarn + Knoblauchzwiebelbasis ins Trinkwasser (14 Tage lang)
- Wasser mit einem Schuß Direktsaft (Apfel od. Orange) ohne Zuckerzusatz (bei Aldi)
- Wasser mit gepressten Zitronensaft
Wie ihr seht gibt es bei der Gabe des Trinkwassers unendlich viele Möglichkeiten.
Quellfutter, Keimfutter…
Donnerstag, 8. April 2010Täglich erhalten meine Wellensittiche, wie hier im Forum bereits beschrieben, gequollene oder gekeimte Saaten ins Einfutter.
Nachfolgend die verschiedenen Reifezustände in denen ich das Futter füttere.
1. Darisaat trocken
2. Hafer trocken
3. Katjang Bohnen trocken
4. Nackthafer trocken
5. Quinoasaat trocken
1. Darisaat trocken nach 4-6 Stunden
2. Hafer trocken nach rund 6 Stunden
3. Katjang Bohnen trocken nach 5-6 Stunden
4. Nackthafer trocken nach ca 3-4 Stunden
5. Quinoasaat trocken nach nur 1 Stunde
Keimfutter nach rund 1-1,5 Tage Quell und Keimzeit
überall sind an den Körnern die weißen Spitzen der Sprossen erkennbar.
1. Darisaat gekeimt
2. Hafer gekeimt
3. Katjang Bohnen angekeimt
4. Nackthafer angekeimt
5. Quinoasaat angekeimt (nach nur 6-8 Stunden)
Sowie Bilder der fertig gekeimten Körner:
(die Bilder können 2 Mal vergrößert werden: Vorschau anklicken und dann neues Bild nochmal anklicken)
















