|
Dauerlegen stresst das Nymphensittichweibchen
Meist trifft es besonders zahme Vögel
Nymphensittichweibchen legt seit zwei Jahre Eier. Am Anfang war immer eine Pause von etwa vier Wochen dazwischen,
nun kommt alle zwei, drei Tage ein Ei. Der Tierarzt meint, man könne eine hormin-Therapie versuchen, aber ich halte
nichts davon. Diese Entgleisund des Bruttriebes wird bei einzeln gehaltenen Nymphensittichhennen häufig beobachtet.
Meistens sind es ausnehmend zahme Vögel, die durch ihre dauernde Eierproduktion die Besorgnis ihres Besitzers hervorrufen
und ihre eigene Gesundheit gefährden. In diesem Zusammenhang muss darauf hingewiesen werden, dass es sehr wichtig ist,
solchen Vögeln zusätzliches Caicium zu verabreichen, um das durch die Eischalenproduktion verbrauchte zu ersetzen und
eventuelle Ausfallerscheinungen zu verhindern. Das es sich in den wenigsten Fällen um ein ausschließlich psychisches
Problem handelt, muss bei dem Versuch effektive Gegenmaßnahmen zu finden auch die Psyche des Vogels berücksichtig werden.
Deshalb sollte man den Kontakt zu dem Vogel etwas einschränken, d.h. ihn nicht in die Hand nehmen, nicht streicheln etc.,
da diese Zuwendungen eine zusätzliche Steigerung des Bruttriebes bewirkt. Proteinarme Ernährung und eine Verringerung
der Tageslichtlänge auf maximal 8 Stunden kann versucht werden, um den Bruttrieb zu mindern. Auch eine hormonelle Ruhigstellung
kann versucht werden, allerdings müssen solche Hormoninjektionen mehrmals wiederholt werden und zeigen bei einem geringen
Prozentsatz der betroffenen Vögel überhaupt keine Wirkung.
Hier empfiehlt sich dann als letzte Möglichkeit den Vogel zu verpaaren und
eventuell in eine Zuchtvoliere abzugeben, um durch einen normalen Brut und Aufzuchtablauf das Dauerlegen zu unterbinden.
|
|
|
|
|