Papageien (Psittaziden) können sowohl in freier Wildbahn als auch in Gefangenschaft an die so genannten neurogenen
Drüsenmagenerweiterung (Drüsenmagen-Dilatation) erkranken. Aufgrund der Gewebebeschädigung vermutet man, dass Viren
diese Verdauungsstörung hervorrufen, bisher lassen sich die Erreger jedoch nicht nachweisen. Betroffene Vögel sind
apathisch, fressen häufig schlecht und können unverdaute Körner ausscheiden. Die Krankheit kann akut oder chronisch
verlaufen. Da der kranke Magen das Futter nicht mehr verwerten kann, haben die Vögel oft Hunger. In der Spätphase
zeigen die Vögel bis weilen auch zentralnervöse Störungen wie unkontrollierte Kopfbewegungen und Anfälle. Im Röntgenbild
erkannt man eine Vergrößerung des Magens. Ein ähnliches Krankheitsbild können Wurmbefall oder eine Hefepilzinfektion
verursachen, die man bei Verdacht erst ausschließen bzw. behandeln muss. Da man die Erkrankung bisher am lebenden Tier
noch nicht diagnostizieren kann.