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Einzelkinder werden alte Jungfern
Kurz nachdem sie aus dem Ei geschlüpft sind, entscheidet sich die Zukunft von Sperlings-Papageien.
Die Vierlinge sind noch im Jugendgefieder, betteln zwischendurch noch ihre Eltern an. Doch während sich das Quartett in der Bruthöhle dicht
an dicht geschmiegt hat, bildet es jetzt nach vier Wochen- zwei Paare, die darauf achten, dass sie nicht in Tuchfühlung miteinander kommen.
Ihre Spiele sehen aus wie Ringelreihen: Da sitzt einer zur linken des Zweiten, trippeln an ihm heran, fliegt senkrecht nach oben und
landet zur Rechten. Dort breitet er seine Flügel aus, legt ihn über den Partner, hebt ein Füßchen, krallt sich fest. Er rückt dann wieder
zur Seite, verbeugt sich so tief, dass der Schnabel den Sitzast berührt, hebt die Schultern, schneller und schneller, bis er aussieht, als zittere er:
Paarverhalten, das die Kinder den erwachsenen Vögeln abgeschaut haben- und doch kein Spiel, sondern Notwendigkeit.
Denn Sperlings-Papageien brauchen ihre Geschwister, um später problemlos leben zu können. Einzelkinder bleiben zeitlebens Einzelgänger.
Wer früh geübt hat, kann dagegen sogar in einer Ehe zu dritt Glück finden: Überzählige Weibchen "heiraten" einfach in die Eher der
Schwester mit ein, und der Mann und Doppelvater kümmert sich und die gesamte Brut.
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