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Gefiederprobleme sind bei Hausvögeln häufig
Mehrere Faktoren können ursächlich zusammenwirken.
Mein Kanarienvogel verliert seit acht Monaten ständig Federn, die nicht mehr nachwachsen. Begonnen hat es am Hals und Hinterkopf
und ging dann weiter bis zum Bauch. Nun ist der Vogel am Bauch und unter den Flügeln kahl und verliert auch Schwungfedern, so
dass er nicht mehr fliegen kann.
Federwachstumsstörungen beim Vogel treten häufig auf. Besonders im Haus gehaltene Vögel leiden darunter. Die "normale" Mauser
wird durch die Klimafaktoren Licht (Lichtdauer und - Intensität), Luftfeuchtigkeit und Temperatur geregelt. Diese Faktoren sind
im Haus nicht oder nur ungenügend vorhanden, deswegen kommt es wohl bei Stubenvögeln besonders häufig zu Federwachstumsstörungen.
Zusätzlich kann die trockene Luft in Wohnräumen zu Trockenschäden an der Haut führen.
Auch Hormone tragen zur Steuerung des Federwachstums bei. Die Geschlechtshormone sowie Hormone der Gehirnanhangsdrüse und der
Schilddrüse sind daran beteiligt. Und gerade bei solchen Vögeln, die nahezu vollkommen nackt sind, kann man Hormonstörungen vermuten.
Auch Stoffwechselstörungen, die z.B. auf einer Lebererkrankung basieren, können solch gravierende Befiederungsstörungen hervorrufen.
Oft lässt sich aber die genaue Ursache beim einzelnen Vogel nicht ermitteln. Man sollte dem Vogel eine möglichst optimale Versorgung bieten.
Wichtig ist eine sehr vielseitige Ernährung.
Man kann bei solchen Vögeln eine Therapie mit entsprechenden Hormonen versuchen. Leider bringt sie nicht immer den gewünschten Erfolg.
Bisweilen kann man sich also nur damit abfinden, dass der Vogel nackt bleiben wird. Der Vogel sollte es dann immer einigermaßen warm
und allem zugfrei haben. Im Übrigen scheinen Vögel unter ihrer Nacktheit nicht so sehr zu leiden wie ihre Besitzer.
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