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Haut und Federn Teil 2
Rupfen als Folge von Haltungsfehlern

Tiere im allgemein guten Pflegezustand rupfen seltener als solche in schlechter Kondition. Es lohnt sich deshalb, die Haltung von Rupfen einmal genauer anzuschauen. Ein "in Gefangenschaft" praktisch bei jeder Wildtierhaltung vorhandenes Problem stellt das beschränkte Platzangebot da. Um die Tiere artgerecht und auf Dauer gesund zu halten, müssen sie sich möglichst frei bewegen können dazu gehört bei Vögeln natürlich auch das Fliegen. Papageien muss deshalb ausreichend Platz zum Fliegen und Klettern zur Verfügung stehen. Werden die Tiere nicht in Volieren gehalten, ist täglicher Freiflug also unverzichtbar! Zum Klettern eignen sich am besten Naturäste, einmal weil sie den Füßen der Tiere die natürlichste Unterlage bieten, zum ändern, weil sie Beschäftigungsmöglichkeiten liefern schließlich entrinnden Papageien sie auch recht gem. Zumindest statistisch scheint es übrigens Zusammenhänge mit der Haltung der Tiere auf Normstangen und dem Rupfen zu geben.

Der Einfluss von Licht, Luft und Futter
Ein zweites, oft übersehenes Problem ist die Beleuchtung. Dass Vögel UV- Licht brauchen, hat sich zwar mittelweiße herumgesprochen, die Beleuchtungsdauer und die Lichtstärke (Lux-Wert) werden aber allge- mein wenig beachtet. Gerade im Wohnzimmer gehaltene Tiere werden durch die Licht- und Geräuschkulisse des allabendlichen Fernsehpro- gramms in ihrem natürlichen Rhythmus gestört. Auf der anderen Seite werden praktisch nie die Lichtstärken erreicht, die Vögel von ihrer Heimat gewohnt sind. Die natumäheren Lichtverhältnisse in Außenvolieren scheinen aber wenigstens dazu beizutragen, dass so gehaltene Tiere Deutlich seltener rupfen als unter künstlicher Beleuchtung gehaltene. Ein häufig ungelöstes Problem stellt außerdem die Luftfeuchtigkeit da. Da das Raumklima von der jeweiligen Temperatur abhängt und die Temperaturen, unter denen die Tiere bei uns gehalten werden, niedriger als in ihrer Heimat sind, dürften auch die bei uns erreichten Wert für die Luftfeuchtigkeit zu niedrig sein. Nach einer Untersuchung rupfen Papageien bei hoher Luftfeuchtigkeit seltener dasselbe gilt, wenn sie baden bzw. duschen dürfen. Rücken Sie mangelnder Luftfeuchtigkeit deshalb mit Badebecken, regelmäßigem Duschen der Tiere oder Luftbefeuchtern zu Leibe. Bei Luftbefeuchtern ist allerdings Vorsicht geboten, damit sie sich nicht zu "Keimschleudem" entwickeln. Immer wieder das Rupfen auch mit einer "falschen" Ernährung in Verbindung gebracht. Entscheidend ist dabei, was der Vogel tatsächlich aus dem Angebot frisst, und weniger, was er angeboten bekommt denn ein vielfältiges Angebot kann trotzdem zu einseitiger Ernährung führen. Beim Futter müssen aber nicht nur die Inhaltsstoffe stimmen, sondern Futter bietet auch Abwechslung und Beschäftigung. Zudem kann der Halter es durch entsprechende Darbietung für die Tiere interessant machen. Einen Kakadu, der sein Maiskolbenstück gerne auf das Gitterdach gelegt bekommt sein Interesse an dem Stück Kolben ist dann viel größer, als wenn es im Napf liegt. Er hängt sich darunter ans Gitter, pickt die Kömer durch das Gitter hindurch raus und dreht den Maiskolben dabei auch zwischendurch wird kopfüber imponiert und geflattert.

Spaß beim Zerkleinern der Nahrung
Vielleicht bieten Sie Obst und Gemüse auch mal nicht in schnabelgerecht kleinen Stücken an, sondern lassen es Ihre Tiere selber zerkleinern dabei gibt es zwar deutlich mehr Abfall, aber den Tiere macht's Spaß. Ähnlich wie in vielen Zoos können Sie auch Futter in ins Holz gebohrten Löchern anbieten, die die Papageien erst erweitern müssen, um an einen begehrten Leckerbissen zu kommen. Im Handel gibt es außerdem Futterräder und "Käfige", aus denen die Leckerbissen erst herausgeholt werden müssen. Pellest mögen zwar ein inhaltlich ausgewogenes Futter sein, bieten aber kaum Abwechslung und Beschäftigungsmöglichkeiten. Artgerechtes Futter sollte den Tiere außerdem die Möglichkeit zum Schälen bieten. Vögel, die regelmäßig gekeimtes Futter, frische Zweige, morsches Holz sowie frisches Obst erhalten, rupfen seltener. Achten Sie aber gerade beim Keimfütter auf eine entsprechende Hygiene sonst züchten sie Algen, Pilze und Bakterien gleich mit. Vorbeugend sollte jeder Halter auch auf eine ausreichende Vitamin- und Mineralstoffzuführ achten, vor allem hinsichtlich Vitamins A, B2, B 12, Biotin, Nicotin und Folsäure. Die Dosisempfehlungen der Hersteller sollten Sie aber nicht überschreiten, da einige Vitamine auch überdosiert werden können.

Auf den richtigen Partner kommt es an
Tiere mit Partner rupfen seltener als Einzelvögel. Kein Wunder, denn auch in der Natur leben Papageien paarweise, meist in kleinen Gruppen oder sogar in großem Schwärme. Bei vielen Arten halten die einmal geschlossenen Partnerschaften sogar ein Leben lang. Papageien sind aber anspruchsvoll irgendein Vogel als Gesellschaft reicht ihnen nicht. Deshalb kann nicht nur pure Einsamkeit zum Auslöser für das Rupfen werden, sondern auch das Fehlen eines Geschlechtspartners bei Eintritt der Geschlechtsreife oder ein Partner, der schlicht und einfach nicht gefällt. Bei auf den Menschen geprägten. Handaufgezogenen Vögel reicht der Kontakt zur Bezugsperson oft nicht oder sie fangen mit dem Rupfen an, wenn sie ihre Bezugsperson vermissen oder ganz verlieren. Aber auch das Gegenteil ist möglich: Dauerstress durch intensive Zuwendung des menschlichen Pflegers an Papageiengeprägte Vögel oder Ablehnung eines ganz bestimmten menschlichen Pflegers. In einigen Fällen wurde das Verhalten sogar durch die Anwesenheit eines anderen Federrupfenden Vogels ausgelöst. Denkbar ist außerdem, dass die Rangordnung in Zusammenhang mit dem begrenzten Raum eine Rolle spielt. Die häufigste Ursache ist aber wohl das Fehlen eines geeigneten Partners bei Eintritt der Geschlechtsreife. Dem kann jedoch leicht abgeholfen werden, denn die Erfahrung zeigt, dass sich selbst lange Zeit einzeln gehaltene Tiere verpaaren lassen. Nur isoliert aufgezogene Handaufzuchten sind oft nicht mehr "gesellschaftsfähig". Wenn es nicht funktioniert, liegt es in der Regel daran, dass nicht die "richtigen" Vögel zusammengesetzt wurden bzw. das Ganze nicht geschickt genug eingefädelt wurde. Für die erste Begegnung sollte unbedingt ein für beide Tiere neutrales Terrain gewählt werden. Außerdem sollten die bisherigen Bezugspersonen der Tiere besser nicht dabei sein sonst geraten die Tiere unter Umständen in einen "Zwiespalt".

Intelligenz fordert ihren Tribut
Papageien stellen aber nicht nur hohe Ansprüche. Sie gehören zu den hochentwickelsten Vögeln und zeigen sogar Ansätze des Werkzeuggebrauches. Das sie Langeweile und einen Mangel an Sinneseindrücken aus der Umwelt nur schwer verkraften, ist daher leicht vorstellbar. Wird ihre Intelligenz nicht beansprucht, stumpfen die Tiere ab mancher Halter empfindet das sogar als angenehm, weil solche Tiere sehr ruhig sind. Lebhafte und neugierige Tiere, die sich für ihre Umwelt interessieren, rupfen jedoch seltener. Fördern Sie deshalb dieses Interesse, wann immer möglich! Eine interessante Ausstattung, die den Vögeln eine Fülle von Beschäftigungsmöglichkeiten bietet, ist wirklich mehr eine Frage Ihrer eigenen Phantasie als ein finanzielles Problem. Lassen Sie dabei doch einmal Ihrer Kreativität freien Lauf: Basteln Sie selber Spielzeug und bieten Sie Knabberäste, Ketten,Taue, Bademöglichkeiten und Bruthöhlen an. Denken Sie aber daran, dass Spielzeug zwar eine gute Vorbeugung gegen Langeweile ist, aber die Flug- und Klettermöglichkeiten nicht beeinträchtigen sollte. Also lieber ab und zu auswechseln als die ganze Voliere "zubauen". Der Austausch hat auch noch den Vorteil, dass altes Spielzeug wieder interessant wird. Wenn Sie neues Spielzeug benutzen, sollte Sie übrigens immer einige Zeit beobachten, was die Tiere damit anstellen, da Spielzeug häufig Verletzungsgefahren in sich bringt und auch wenn schon 100 andere damit problemlos zurechtgekommen sind, bringt das keine 100 prozentige Sicherheit.





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