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Niesen muss nicht immer Schnupfen sein
Wir haben seit 4 Monaten einen Nymphensittich, der von Anfang Schnupfen hatte. ER war jedoch stets munter und spricht und pfeift. Ein Tierarzt verordnete ihm Penicillin und Vitamine, die ich 5 Wochen ohne Erfolg gab. Dann versuchte ich es mit Einreibungen von Baby-Wieck auf die Nase und der Schnupfen wurde etwas besser. Was kann man tun, damit der Schnupfen bei dem Nymphensittich nicht chronisch wird?
Wenn ein Vogel niest, eventuell auch gleichzeitig Nasenausfluss hat, kann das viele Ursachen
haben. Sehr häufig sind Haltungsfehler der Grund, insbesondere
Zigarettenluft, staubige Räume, Zugluft oder Vitamin A-Mangel.
Jedoch
kommen auch Infektionen in Frage. Schlimmstenfalls können sogar die
Erreger der Papageienkrankheit Schnupfen hervorrufen, dann geht es
dem Sittich jedoch auch allgemein recht schlecht. Verschiedene
Bakterien und auch Hefe- und Schimmelpilze können sich in der Nase
bzw. in den gesamten Atemwegen ansiedeln besonders dann, wenn die
Vögel gestresst oder durch schlechte Haltungsbedingungen krankheits-
anfällig werden. Durch die Bildung von Sekret kann der Schnupfen so
schlimm werden, dass die Nasenlöcher verkleben.
Atemnot ist häufig die
Folge, man erkennt das am Schwanzwippen beim Sitzen. Wandert die
Entzündung von der Nase in die Nebenhöhlen ab, so schwillt der Bereich
unterhalb der Augen an. Sind fehlerhafte Haltungsbedingungen, wie
Zimmerluft und Fütterung, auszuschließen oder geht es dem Vogel auch
sonst nicht so gut, sollte man immer den Tierarzt aufsuchen. Er kann das
Nasensekret auf Bakterien- und Pilzbefall untersuchen und dann eine
gezielte Therapie einleiten. Antibiotika oder gegen Pilze wirksame Mittel
(als Injektionen oder Inhalation) können verhindern, dass ein infektiöser
Schnupfen chronisch wird. Besteht wie bei Nymphensittich der
Schnupfen schon über einen längeren Zeitraum, so ist die Aussicht auf
einen Behandlungserfolg schlechter, da die Schleimhäute der Atemwege
mit der Zeit sicher schon stärker geschädigt sind.
Mit Einreibung der
Nase sollte man vorsichtig sein, da diese scharfen Mittel oft Nase, Augen
und die empfindliche haut stark reizen. Versuchen Sie, durch zusätzliche
Vitamingaben den Schnupfen zu mildem, achten Sie auch auf frische, staub- und rauchfreie Luft und sorgen Sie dafür, dass der Vogel ein paar Sonnenbäder im Freien genießen kann.
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