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Die Ansichten von Championzüchtern zu einem nicht ungewöhnlichen Problem
Übersetzung: Florian Böck

Einer der Gründe die unser Hobby so interessant machen ist mit Sicherheit der, dass, egal um welches Thema es sich auch immer handelt, man keine zwei Züchter findet, die exakt die gleiche Meinung haben - es gibt also keinen falschen oder richtigen Weg, zur Lösung von bestimmten Problemen. Deswegen hat die Zeitschrift „CAGE & AVIARY BIRDS“ ihre Fragen gleich an drei renommierte Championzüchter (Graham Clarke, Vic Wills, Mick Mapston) gerichtet.

Man hat zwei junge Vögel miteinander verpaart und sie legen acht unbefruchtete Eier. Was nun?

Graham Clarke: Wenn man voraussetzt, dass beide Vögel zum Zeitpunkt des Ansetzens in Brutkondition waren, so würde ich als erste Möglichkeit heranziehen, dass einer der Vögel oder beide zu jung sind, um befruchtete Eier zu produzieren. Ich würde versuchen ihnen befruchtete Eier, aus einem anderen Nest, unterzuschieben. In guter Hoffnung, dass diese Jungvögel, vom jungen Paar, erfolgreich großgezogen werden. Bis dahin sollte das junge Paar die nötige Reife haben, um nun selbst befruchtete Eier, in der zweiten Runde, zustande zu bringen.

Die Lösung mit dem Unterschieben der Eier hat den Vorteil, dass das befruchtende Paar erneut zur Brut schreiten kann, und man so mehr Junge als gewöhnlich von ihnen erhält. Zusätzlich bekommt die junge Henne praktische Erfahrung in der Aufzucht von Jungvögeln und wird nicht aus dem Brutrhytmus gerissen.

Wenn das zweite Gelege nun auch unbefruchtet ist, dann trenne ich das Paar und gebe den Vögeln einen jeweils anderen Partner.

Bei häufigerem vorkommen dieser unbefruchteten Gelege, wird es dann mit der Zeit immer rentabler sich ein Rezept für Wellensitticheier Omelett patentieren zu lassen.

Vic Wills: Es wäre sehr ungewöhnlich, wenn ein Besucher bei mir einmal eine junge Henne auf acht befruchteten Eiern finden würde, da ich der Meinung bin, dass eine junge Henne, sich um eine solch hohe Anzahl an Eiern, nicht ausreichend kümmern kann. Ich nehme ihr dann meist die ersten zwei Eier weg, wenn ich sicher bin, dass diese unbefruchtet sind. Ich versuche normalerweise einer jungen Henne nicht mehr als acht Eier zuzumuten. So belasse ich es meist bei maximal sechs Eiern.

Wenn ich ein junges Paar mit einem Gelege unbefruchteter Eier hätte, würde ich versuchen herauszufinden, ob einer der Partner sich nicht in Brutkondition befindet und ihn dann, gegebenenfalls, durch einen anderen Vogel ersetzen. Vorausgesetzt ich würde das Paar zusammen lassen, dann läse ich die Henne 20-22 Tage auf ihren Eiern sitzen, bevor ich selbige entfernen würde. Im Laufe der Jahre bin ich zu dem Standpunkt gekommen, dass, wenn man der Henne die Eier zu früh wegnimmt, sie beim nächsten Gelege ungeduldig wird, ehe die Jungvögel soweit sind, dass sie schlüpfen könnten. Das ist auch der Grund, weshalb ich versuche, es jeder Henne zu ermöglichen in der ersten Runde einige Jungvögel aufzuziehen. Somit gewöhne ich die jungen Zuchttiere an die Situation der Jungenaufzucht. Eine Zucht mit Hennen, die nicht in der Lage sind Jungvögel erfolgreich aufzuziehen, wäre mein größter Alptraum.

Mick Mapston: Ich würde als allererstes nachschauen, weswegen ich die beiden Vögel miteinander verpaart habe und ihnen, gegebenenfalls, die Chance zu einem zweiten Versuch geben. Normalerweise wähle ich diese Möglichkeit nur, wenn es sich um ein Paar handelt, das bereits befruchtete Eier gelegt hat und diese, aus irgendeinem Grund, nicht erfolgreich aufgezogen wurden.

Sollte das Problem eines unbefruchteten Geleges sich sehr früh in der Zuchtsaison stellen, dann würde ich die Vögel in die Flüge zurücksetzen und mir für die Brutbox ein neues Paar suchen. Es ist meiner Meinung nach, am Anfang einer Zuchtsaison, sehr wichtig, immer alle Brutboxen besetzt zu halten, um schon sehr früh im Jahr über eine hohe Anzahl an Jungvögeln verfügen zu können. Das gibt einem die Möglichkeit die Jungvögel rechtzeitig für die Schauen auszusuchen. Außerdem sind die Vögel dann im Durchschnitt schon weiter in der Entwicklung und erreichen so beste Schaukondition. Sollten andere Käfige in ausreichendem Ausmaß zur Verfügung stehen und das Paar nach der Wegnahme der Eier eindeutige vielversprechende Signale, die auf eine erfolgreiche Zucht hindeuten geben, wenn der Hahn z.B. die Henne füttert oder sogar tritt, so lasse ich sie in guter Hoffnung in ihrer Box. Angenommen das Paar paßt nun ganz und gar nicht zusammen und die Henne befindet sich in guter Verfassung, dann wähle ich eine andere Möglichkeit. Der junge Hahn wird dann in die Voliere zurückgesetzt und der Henne gebe ich frisches Einstreu in ihren Nistkasten, den sie dann wieder herrichten kann. Nach zwei oder drei Tagen setze ich dann einen älteren Hahn in die Box und die Henne sollte nun, vorausgesetzt sie ist in bester Verfassung, Interesse am Hahn zeigen.

Welche Vorkehrungen trefft ihr, wenn junge Paare angesetzt werden, um die Jungen erfolgreich aufzuziehen?

Graham Clarke: Für fünf Zuchtpaare plane ich meist mit einem Ammenpaar. Ammenhennen müssen erprobt in der Aufzucht von Jungvögeln sein. Wenn es möglich ist verpaare ich nicht blind zwei Vögel zur Ammenzucht miteinander. Ich habe schon oft sehr gute Jungvögel aus meinen Ammenpaaren gezogen. Man sollte sich aber immer der Tatsache bewußt sein, dass man, wenn notwendig die Eier oder Jungvögel der Ammenpaare entfernen muß. Man darf nie vergessen, dass diese Paare speziell zur Aufzucht von anderen angesetzt wurden.

Vic Wills: Ich verpaare grundsätzlich keine Vögel die mir lediglich als Ammenpaare dienen, wenn nötig benutze ich andere Paare des Zuchtteams, um die Jungvögel aufzuziehen. Wenn eine Aufzucht der Jungvögel durch ein anderes Paar unabdingbar ist, dann versuche ich, wenn die Möglichkeit vorhanden ist, diese bei Junghennen unterzuschieben, da ich der Meinung bin, dass diese Erfahrung brauchen. Ich setze nicht allzuviel auf extra Ammenpaare, da bei mir jedes Paar seinen Nutzen in der Zucht für mich hat. Alle meine Verpaarungen mache ich, um von den Altvögeln vielversprechende Jungvögel zu bekommen und nicht um mit ihnen andere aufzuziehen. Ich hoffe bei jedem Paar, dass ich Jungvögel von ihm bekomme, die mir wiederum die Möglichkeit geben, sie in der nächsten Zuchtsaison bestmöglich zu verpaaren.

Ich habe auch bemerkt, dass die meisten Züchter, die reine Ammenpaare ansetzen, unvermeidbar irgendwann Jungvögel von diesen erhalten. Die menschliche Natur führt dann dazu, mindestens ein oder zwei dieser schlechteren Jungen zu behalten, was in der Regel zu einer Verschlechterung des Qualitätsstandards einer jeden Zucht führt. Man kann dann noch so oft erzählen, „dass diese Vögel ja von den Ammenpaaren wären“. Dieser Versuchung setze ich mich erst gar nicht aus und vermeide es Ammenpaare anzusetzen.

Mick Mapston: Mein Partner Doug Ward und ich verpaaren eigentlich keine speziellen Vögel zur Ammenzucht, da keiner von uns die räumlichen Möglichkeiten, für diese nicht besonders platzsparende Zucht, hat. Wir vermeiden es allerdings Paare allein anzusetzen. Wir setzen meist drei oder vier Paare gleichzeitig an, was uns die Möglichkeit gibt, die Jungvögel gegebenenfalls unterzulegen, da die gleichzeitig angesetzten Paare größtenteils, abgesehen von zwei oder drei Tagen, zur Brut schreiten. Wenn der Ernstfall, z.B. der Tod einer Henne eintreten sollte, dann legen wir die Eier oder Jungvögel bei einem Paar unter, das von völlig anderer Farbe ist, um beim Beringen eine einwandfreie Identifikation zu gewährleisten. Das ist manchmal leichter gesagt als getan, zumindest versuchen wir es immer.



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