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Was machen die Australier anders?
Von Dr. John Baker
Übersetzung: Florian Böck

Während seines letzten Urlaubs hat Dr. John Baker einige Wellensittichzüchter im Raum Sydney besucht. Er nahm auch die Gelegenheit wahr, mit einigen Tiermedizinern der Region zu sprechen, die sich mit Käfigvögeln und deren Bedürfnissen auseinandersetzen.



Alle Züchter die ich besuchte, hatten englische Vögel in ihrem Stamm und mit diesen auch gebrütet. Es hatte den Anschein, als ob diese Züchter nicht genug in die Art und Weise, wie man englische Wellensittiche verpaart, eingewiesen wurden, und mit welchen Methoden man mit ihnen die australischen Austellungs-Vögel verbessern könnte.

Ich habe die Befürchtung, dass so die guten englischen Gene, vorallem was die Kopfqualität anbelangt, so verdünnt wurden, dass bei den australischen Vögeln, die meist Mängel in den Kopfeigenschaften zeigen, so gut wie keine Resultate zu bemerken sind.

Im Gegensatz zu diesen negativen Ergebnissen, gibt es manche Züchter, so zum Beispiel Bill und Jeanette Hancock, die es sehr wohl verstanden haben, die Vorzüge der englischen Vögel gezielt in ihre Zucht einzubringen, was man bereits an den vielversprechenden Ergebnissen sehen kann.

Eine Anzahl an Besonderheiten, was das Zuchtmanagement angeht, sind durchaus von Interesse. Ich hatte den Eindruck, dass die komplett aus Gitter gefertigten Käfige, langsam aus der Mode kommen, da sie nicht die erwarteten Vorteile bringen.

In einer Zucht, in der die Vögel Wind und Wetter ausgesetzt waren, mußte ein teures automatisch schließendes Dach installiert werden, um die Vögel vor Regen, Wind, etc. zu schützen. Dies wäre bei einer Voliere mit Dach nicht nötig gewesen. In einem anderen Fall, wo diese Käfige als Brutboxen eingesetzt wurden, fielen die großen Kotballen nicht durch die Zwischenräume in den Gittern und es entstand genau der gleiche Haufen, wie das auch bei Käfigen mit Schublade ist.

Die Fütterung für nicht brütende Tiere ist mit der in England zu vergleichen, allerdings füttern die Australier im Durchschnitt mehr Grünfutter. Die Australier haben, was die Fütterung angeht, einen Vorteil uns gegenüber. Das Futter, das sie den Vögeln reichen, wächst für gewöhnlich im eigenen Land und kann den Vögeln frisch und in bester Qualität gefüttert werden, was in England nicht immer möglich ist.

Die australischen Saaten waren kleiner als die entsprechenden in England.

Die Züchter die ich besuchte stellen das Futter nicht großartig um, wenn die Vögel brüten, allerdings wird der Anteil an Vitaminen und Mineralien erhöht. Die Züchter geben den Zuchtpaaren kein Weichfutter, was ich anfangs gar nicht verstehen konnte. Die Vögel scheinen dies nicht zu vermissen und erfreuen sich bester Kondition. Die Brutboxen waren überall ziemlich ähnlich. Nur bei einem Züchter, namens Frank Jeffries sah ich andere, bei denen von Zeit zu Zeit Ausstellungskäfige einhängt werden konnten. Zusätzlich hatte dieser Züchter in seinen Flügen alte Fahrradreifen angebracht, an denen auch einige kurze Sitzstangen befestigt waren, was den Vögeln die Möglichkeit gab, sich zu beschäftigen und die Zeit zu vertreiben.

Was mir an der Zucht der Hancocks sehr gut gefallen hat ist, dass jedem Käufer ihrer Vögel eine Liste mit genauen Aufzeichnungen über die Fütterung ihrer Vögel geben wird. Das ist meines Erachtens sehr wichtig und wäre auch gut, wenn es in England praktiziert würde.

Die gleichen Krankheiten!

Die Vogelveterinäre dieser Gegend wußten von den gleichen Krankheiten zu berichten, wie sie auch in England üblich sind, hatten aber in letzter Zeit häufig mit Fällen von Kokzidiose und Kapillarinfektion zu kämpfen. Die Kokzidiose tritt in England nur sehr selten auf. Kokzidiose ist ein Befall des Darmtraktes mit Parasiten. Wie auch in England sind die Tiermediziner in Australien sehr besorgt über das vermehrte Auftreten von Megabakteriose. Über diese Krankheit, welche nur sehr wenig erforscht ist, wurden in letzter Zeit auch vermehrt Untersuchungen angestellt. Die Besorgnis, über die immer weiter steigende Resistenz der Vögel gegen das einzige wirkende Medikament (Anmerkung: Amphotericin B), ist berechtigt. So gab es auch in England bereits Fälle, wo das Medikament vollkommen ohne Wirkung blieb.

Einer dieser Tierärzte bietet regelmäßige Besuche in die jeweiligen Vogelzuchten an, um sich der medizinischen Probleme anzunehmen. Er berät die Züchter vor Ort bei Auftreten von Krankheiten.

Ich würde mich freuen, wenn auch in England einige Tiermediziner, die über ausreichendes Wissen in der Vogelzucht verfügen, diesem Beispiel folgen würden.

Bild 1: Diese großen lichtdurchfluteten Flüge gehören Bill und Jeanette Hancock

Bild 2: Frank Jeffries und seine Volieren



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