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Werden Falben auf Schauen ungerecht beurteilt?
von John Bromage
Übersetzung: Florian Böck

Auf Schauen rufen die Entscheidungen von Wellensittich-Zuchtrichtern fast immer Kritik und Unglauben hervor, welche oft noch von Gemurmel über zweifelhaftes Wissen und angebliche Zuchtrichter mit Sehschwäche begleitet werden.

Demzufolge ist es kein Wunder, dass Zuchtrichter dabei beobachtet werden, wie sie schnellstmöglich durch die Hintertür verschwinden.

Die Unstimmigkeiten die in Bezug auf hellgrüne und hellblaue entstehen, sind nichts im Vergleich dazu, wenn es um eine Schauklasse von seltenen Mutationen geht. Manche Zuchtrichter haben danach das Gefühl sie hätten die Bewertung ausgewürfelt.

Es ist leichter für einen Zuchtrichter eine Entscheidung zu treffen, (und diese auch zu verteidigen)wenn sie den Farbschlag über den sie richten, aus erster Hand, nämlich aus ihrer eigenen Zucht kennen. Dies ist bei Normalvögeln fast immer der Fall. Wo es Zweifel gibt sollte ihr eigenes Wissen zusammmen mit dem vorgeschriebenen Standard das Problem zufriedenstellend lösen. Wenn es um das Richten von seltenen Mutationen geht, ist die Bewertung etwas anders. Viele Zuchtrichter werden den jeweiligen seltenen Farbschlag selbst noch nicht gezüchtet haben und so nicht auf die Erfahrungen aus ihrer eigenen Zucht zurückgreifen können. So müssen sie gehäuft auf die Budgerigar Society Farbstandards zurückgreifen. – Die Bibel eines jeden Zuchtrichters - . Das Problem hierbei ist, dass im Großteil der Fälle die Festlegung des Standards von Leuten, die selbst nur über einen eingeschränkten Kenntnisstand bezüglich der jeweiligen Farbe verfügen, ausgeführt wird. In den meisten Fällen wird die Entscheidung gewissenhaft getroffen, auch wenn sie auf ein Mangel an Wissen und schlecht ausgearbeitete Wellensittichstandards basiert. Der Falbe ist eine Mutation die bei manchen Entscheidungen schlecht davongekommen ist und die Farbstandards haben ihren Teil dazu beigetragen. Die Farbstandards zusammen mit den veröffentlichten Idealbildern sind für das Unrecht verantwortlich, das den Falben spürbar zugefügt wurde.

Die BS Farbstandards sagen über den hellgrünen Falben unter dem Unterpunkt der allgemeinen Körperfarbe folgendes aus: Bürzel, Brust, Seite und Unterbauch blasses grasgrün

das körperabwärts von der oberen Brust bis zum Bürzel dunkler wird.

Im Gegensatz dazu beschreibt der BS Farbstandard den Körper beim Graugrünen als insgesamt blaß. Ich habe wenige Falben gesehen die diesen Standards entsprachen und diese sahen sehr stumpf und langweilig aus. Wie diese Standards festgelegt wurden ist mir ein Geheimnis. Und irgend jemand muß einmal entschieden haben, dass es höher einzustufen wäre, wenn die Körperfarbe gleichzeitig fade und abgestuft ist. Die BS Farbstandards zitiert in der 2ten Ausgabe von „The Cult of the Budgie“, beschreiben die Körperfarbe des hellgrünen Falben als „gelblich grün“. 1932 bezeichnen Kurt Kokemüller und Herr Schrapel diese Vögel als „goldgelb“. Cyril Rogers schreibt 1934 in „The world of Budgerigars“: ... „beeindruckt von dem tiefen gelb und orangegelb der grünen Vögel“.

Man kann daran sehen, dass die Koriphäen der damaligen Zeit davon überzeugt waren, dass die Falben der Grünreihe, gelb sind.

Ich denke, dies ist auch die Meinung der meisten Falbenzüchter.

Keine der zitierten Koriphäen erwähnt eine abgestufte Körperfarbe, obwohl John Scoble in „The complete book of budgerigars“ die Farbe wie folgt beschreibt: Falben sind durch die pastellfarbenen Schatten in ihrer jeweiligen Farbe charakterisiert, wobei die Farbe auf und unterhalb des Bürzels kräftiger ist. Die verblassende Farbe auf der Brust die dem Vogel sein geflecktes Aussehen verleiht ist sehr verbreitet und bei manchen Falben besonders ausgeprägt. Scoble hat meiner Meinung nach die Dinge fast perfekt zusammengetragen, auch wenn ich den Ausdruck „pastell“ ohne genauere Erklärung nicht mag. Farbe ist ein sehr subjektives Unterfangen und kann von verschiedenen Leuten unterschiedlich interpretiert werden. Pastell bedeutet, dass eine Farbe sowohl blaß als auch gedämpft ist. Die Gelbe Körperfarbe der Grünreihe ist beeindruckend schön und klar – besonders die des Graugrünen. Sie ist keineswegs blaß oder gedämpft.

Die meisten Wellensittich Farbschläge zeigen eine dunklere Farbe, auf und unterhalb des Bürzels, im Vergleich zum Rest des Körpers. Je näher die Farbe an eine gleichmäßig kräftig aussehende herankommt, desto besser wird sie bewertet. Blässe wird als Fehler gewertet. Scoble rechtfertigt das Bestehen des BS Farbstandards auf eine abgestufte Farbe damit, dass er feststellt, dass Falben mehr zu einer abgeschwächten Farbe und Flecken auf der Brust neigen. Es stellt sich die Frage ob der Falbe einen natürlichen Hang zur abgestuften Farbe hat oder ob die BS Farbstandards einen Zufall zur Tugend machen wollen. Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals einen Falben gesehen zu haben, bei dem die Farbe nur im entferntesten als abgestuft bezeichnet werden konnte. Vögel die eine ungleichmäßige Körperfarbe zeigen, neigen mehr dazu gefleckt auszusehen und wenn diese Unregelmäßigkeit von Zeit zu Zeit abgestuft aussieht, so würde ich die eher auf Glück, als auf selektive Zucht zurückführen. Wenn die zukünftigen Züchter es schaffen, diese zufälligen Unregelmäßigkeiten in der Farbe, in eine akzeptable Abstufung umzuwandeln, dann denke ich ist es gerechtfertigt, diese in den Standard aufzunehmen.

Mit Richtern die sich einer körperlich gleichwertigen Schauklasse gegenüber sehen, deren Bewertung nur noch von der Farbqualität abhängig ist, kann man Mitleid haben. Die Richter werden natürlich dazu angehalten nach dem Standard zu bewerten und so wird zweifelsohne derjenige mit der blaßesten Farbe über die kräftigen und leuchtenden Farben siegen.

Wenn diese Ungerechtigkeit noch nicht genug ist, wird das Ganze an die Spitze getrieben , wenn noch der Opalin-Faktor dazu kommt. Hierbei sind die Zuchtrichter an den Pranger zu stellen und nicht die Farbstandards. Die Farbstandards haben sich ein Stück weit aus der Affäre gezogen, indem sie unter Punkt zwei folgendes hinzufügten: „Die opaline Form von Falben ist anerkannt und folgt der allgemeinen Beschreibung von Falben allerdings mit opalinen Eigenschaften...“

Die opalinen Eigenschaften erlauben keine Abstufung der Körperfarbe, somit gibt es für Zuchtrichter keinen Grund opaline Falben aufgrund einer mangelnden Farbabstufung schlechter zu bewerten.

Diese Opalin Falben die eine gleichmäßige Farbtiefe ohne Abstufung am ganzen Körper zeigen stimmen also voll und ganz mit den Standards überein und sollten nicht schlechter bewertet werden.



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