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Wellensittiche sind Feinschmecker!
Mit Zucker und Honig versetzte Körner werden begierig aufgenommen
Von Colette Clarke
Übersetzung: Florian Böck


Das Freßverhalten, sowie der Nährstoffbedarf der Wellensittiche, werden am Waltham Center, das sich mit Haustierfütterung beschäftigt, untersucht. Zuletzt wurde eine wichtige Feststellung in bezug auf eine brauchbare Fütterung für Wellensittiche gemacht. Eine gut ausgewogene Ernährung ist recht und schön, nützt aber nichts, wenn die Vögel diese nicht aufnehmen und man so auch von der besten Fütterung keinen Nutzen hat.

Die in Australien beheimateten Wellensittiche wurden erstmals um 1840 nach Großbritannien gebracht. In freier Wildbahn frißt der im Schwarm lebende Wellensittich mehr als 40 verschiedene Arten von Pflanzen. Dies kommt daher, da gewisse Saaten nicht über das ganze Jahr verfügbar sind und der Wellensittich damit gezwungen ist, auf andere Saaten zurückzugreifen. Trotzdem ist es für den Wellensittich in freier Wildbahn unabdingbar, verschiedene Saaten aufzunehmen, um eine ausgewogene Ernährung zu erreichen. Es gibt mehrere Auswahlkriterien nach denen der Wellensittich sein Futter zu sich nimmt. Diese sind Farbe, Oberfläche, Geschmack und Größe der Körner. Bei den meisten Vögeln, so auch bei den Wellensittichen, ist der optische Eindruck der bedeutendste, aber auch die Farbe ist sehr entscheidend. Bei den Untersuchungen wurde herausgefunden, dass die Wellensittiche, Farben wie gelb und braun bevorzugen. Dies ist allerdings nicht überraschend, da die meisten Körner im üblichen Futter diese Farbe haben und die Wellensittiche diese Farben gewöhnt sind. Farben wie blau, rot und grün mögen die Wellensittiche gar nicht.

Weiterhin ist auch die Oberfläche der Körner bei der Fütterung sehr bedeutsam. Glänzende Körner sind bei körnerfressenden Vögeln, so auch beim Wellensittich sehr beliebt, da sie sehr schmackhaft sind und gesund aussehen, außerdem sind sie auffälliger als andere Saaten. In freier Wildbahn müssen die Vögel nach Ihrem Futter Ausschau halten und hierbei sind glänzende Objekte leichter zu finden. Die Oberfläche wird, wie auch die Farbe, von den Wellensittichen benutzt, um ihr Lieblingsfutter aus der Mischung heraus zu picken. Vögel haben nur gering ausgebildete Geschmacksnerven. Dies könnte bedeuten, dass der Geschmack beim Futter nicht so wichtig ist, aber das Gegenteil ist der Fall.

Die Untersuchungen des Waltham Centers haben ergeben, dass sich Wellensittiche, von mit Zucker oder Honig ummantelten Saaten, stark angezogen fühlten. Halter, die Wellensittich-Knabberstangen füttern, werden dies bestätigen. Das Verhalten der Vögel auf verschiedene Zuckerarten und Konzentrationen wurde überprüft und man ist zu dem Ergebnis gekommen, dass bestimmte Zusammensetzungen klar bevorzugt werden. Deswegen muss auch der Geschmack als ein wichtiges Auswahlkriterium herangezogen werden.

Die Studien haben die Theorie, dass die Größe des Kornes, die Wahl der Wellensittiche beeinflußt, bestärkt. So meiden Wellensittiche zu große Körner, da sie diese nur schwierig mit ihrem Schnabel bearbeiten können. Dies gilt allerdings auch für zu kleine Körner, die es dem Wellensittich erschweren, damit umzugehen. Der Vogel sucht sich genau die Körner, einer bestimmten Größe heraus, die ihm ein schnelles und einfaches Schälen möglich machen.

Dies hat man herausgefunden, indem man dem Wellensittich Sonnenblumenkerne von verschiedener Größe angeboten hat. Er suchte sich, wie auch im Diagramm ersichtlich, eher die kleineren Kerne heraus und vernachlässigte die großen Kerne.



Dieses Diagramm gibt das Verhalten der Vögel in Bezug auf die Aufnahme von Körnern mit verschiedenem Durchmesser wieder.


Die Erfahrungen die Wellensittiche im Nestlingsalter mit der Fütterung machen, beeinflußt sie auch noch eine gewisse Zeit nach dem Ausfliegen. Mit zunehmendem Alter werden sie dann experimentierfreudiger und ändern auch ihre Freßgewohnheiten.

Wenn eine sehr einseitige Fütterung, mit nur wenig Auswahl an bestimmten Saaten vorausgeht, dann kann dies später auch zur Ablehnung von neuen Saaten führen. Dies wurde am Waltham Center herausgefunden und es ist auch ganz natürlich, da die Vögel in freier Wildbahn, auf diesem Wege, giftigen Saaten aus dem Weg gehen.

Diese einseitige Fütterung kann bei erwachsenen Vögeln zu Mangelerscheinungen in der Ernährung führen, da sie nach einiger Zeit nur noch das gewohnte Futter fressen und neues ablehnen. Diesem Problem kann man Einhalt gebieten, indem man den Wellensittichen nach und nach die gewohnte Mischung mit anderen Saaten ergänzt. So kann die Umstellung allmählich vollzogen werden.

Trotzdem sind die Wellensittiche unschlagbar, wenn es darum geht ihre Lieblingssaaten aus der Körnermischung zu picken. Deswegen sollte man, um eine einseitige Ernährung zu vermeiden den Jungvögeln eine große Auswahl an Futter zur Verfügung stellen.

Natürlich gibt es zu diesen allgemeinen Auswahlentscheidungen auch von Vogel zu Vogel verschiedene Neigungen. Das sind dann gewöhnlich Neigungen, die entweder genetisch, oder durch das Verhalten der Elterntiere, an die Jungvögel weitergegeben werden.

Letztendlich bleibt zu sagen, dass nicht nur die Vögel, sondern auch die meisten Vogelhalter Feinschmecker sind, wodurch das große Interesse an einer ausgewogenen Ernährung unserer Vögel besser nachzuvollziehen wäre.



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