Handzahme nestjunge Wellensittiche abzugeben
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In der Wellensittichzucht ist Geduld sehr wichtig
- es ist sehr wichtig die Vögel nicht zu häufig zu stören
von Eric Lane
Übersetzung: Florian Böck

Wenn ich meine Wellensittiche verpaare vermeide ich es sämtliche Rituale, wie zum Beispiel zuerst den Hahn oder die Henne in die Box zu setzen, durchzuführen. Desweiteren warte ich nicht damit die Brutkästen einzuhängen. Meine Brutboxen sind bereits vollständig ausgestattet und eingerichtet bevor ich die Brutpaare hineingebe.

In jeden Brutkasten gebe ich eine Hand voll Sägmehl, die ich zu einem Haufen forme. Wenn dieser Haufen zerstört ist, weiß ich, dass die Henne damit angefangen hat, den Nistkasten zu erkunden. Die Vergangenheit hat mir gezeigt, dass man ein Paar nicht zu schnell aufgeben sollte. Letztes Jahr haben einige meiner Zuchthennen über drei Wochen gebraucht, bevor sie die Nistkästen aufsuchten. Wenn ich in diesem Fall ungeduldig gewesen wäre, so hätte ich heute keine Jungvögel von ihnen. Aber länger als einen Monat warte ich meist nicht. Wenn eine Henne nach dieser Zeit den Nistkasten noch nicht angenommen hat, so gebe ich sie zurück in den Flug und suche mir eine andere Partnerin für den Hahn.

Meiner Meinung nach gibt es heutzutage weniger Legenot, als das früher einmal der Fall war. Letztes Jahr hatte ich nicht eine Henne mit diesem Problem. Ich benutzte ein Weichfutter, das geringfügig ölig war und das könnte geholfen haben. Wenn eine meiner Hennen Legenot hat, so nehme ich sie mit ins Haus, um sie warm zu halten. Im Haus führe ich dann die guten alten Therapiemethoden durch. Ich halte die Henne über Wasserdampf, man muss dabei allerdings sehr vorsichtig sein, damit man die Henne nicht verbrennt. Danach gebe ich ein wenig Olivenöl auf die Kloake.

Aber auch wenn Eier auf normalem Weg gelegt werden, ist es noch lange nicht sicher, dass sie befruchtet sind. Ich nehme schon lange kein Ei mehr in die Hand um es zu kontrollieren. Die Bewegung macht das Ei bestimmt nicht mehr befruchtet als vorher, es zerbricht höchstens, also lass ich die Eier in Ruhe. Nach einigen Tagen kann man, ohne die Eier anzufassen, den Unterschied zwischen einem befruchteten und einem unbefruchteten Ei sehen.

Das Entfernen der Eier

Wenn ein kompletes Gelege unbefruchtet ist, entferne ich es ohne die komplette Brutdauer abzuwarten. Dann verschließe ich den Eingang zum Nistkasten eine Woche lang, um dem Hahn die Möglichkeit zu geben die Henne oft genug zu treten. Neulinge in der Wellensittichzucht kommen meist zu unbefruchteten Gelegen, weil ihre Sitzstangen locker sind. Die Sitzstangen in Brutboxen müssen zuverlässig befestigt sein. Vor einiger Zeit waren die Sitzstangen alle aus runden Stäben gemacht. Vor einigen Jahren habe ich dann einen der runden Stäbe durch einen eckigen ersetzt. Den eckigen Stab habe ich bei allen Käfigen auf der gegenüberliegenden Seite vom Nistkasten angebracht, weil auf dieser Seite die Hähne meist treten. Im letzten Jahr bin ich sogar soweit gegangen, daß ich alle Sitzstäbe durch eckige ersetzte. Da ich es im allgemeinen nicht mag die Eier anzufassen, beschrifte ich sie auch nicht. Auch dann nicht, wenn ich sie in ein anderes Nest umlege. Bis vor einiger Zeit habe ich immer einige Paare Lutinos gehabt, so dass durch das Umlegen der Eier das Risiko des Vertauschens ausgeschlossen wurde. Obwohl ich heute keine Lutinos mehr habe, finde ich immer ein Paar mit einer anderen Farbe, die ich als Ammenpaar einsetzen kann. Jetzt wo ich nicht mehr in die Arbeit gehe, ist es mir möglich, zwei Nestkontrollen pro Tag durchzuführen. Trotzdem bin ich der Meinung, daß man die Wellensittiche, während der Brut, nicht zuvielen Störungen aussetzen sollte. Bevor ich den Nistkasten öffne, klopfe ich ganz vorsichtig an. Die Wellensittiche gewöhnen sich sehr schnell an dieses Anklopfen und verlassen den Nistkasten ohne Streß. Den Nistkasten aufzureißen, ohne sich vorher anzukündigen, ist ein sicheres Rezept für kaputtgeschlagene Eier. Bevor die Jungvögel noch nicht geschlüpft sind, reinige ich den Nistkasten nur sporadisch, indem ich die großen Kotballen der Henne entferne. Nach dem Schlüpfen der Jungvögel habe ich früher einmal die Woche die Nistkästen gereinigt. Jetzt mache ich nur noch die sauber, die sehr verschmutzt sind oder diejenigen in denen die Jungvögel verklebte Füße und Schnäbel haben. Bei den restlichen genügt es meiner Meinung nach, eine Hand voll Sägemehl dazu zu streuen.

Das Füttern

Ich sehe es sehr gerne, wenn ein Junges, sobald wie möglich, nach dem Schlüpfen gefüttert ist. Wenn man Kolbenhirse in den Nistkasten legt, kann dies die Henne zum Füttern motivieren. Ist ein am Morgen geschlüpftes Junges am frühen Nachmittag noch nicht gefüttert, beschließe ich meist, es in ein anderes Nest zu verlegen. Es ist sehr schwierig Ratschläge zu geben, wann man einen Jungvogel verlegen sollte oder nicht. Das ist etwas was man nach einiger Zeit einschätzen kann. Sollte es einmal passieren, dass ein zerquetschtes Junges im Nistkasten gefunden wird, so kann dieses entweder vor oder nach dem Tod zerquetscht worden sein. Das ist eine Frage, die immer zur Diskussion steht. In solchen Fällen lege ich dann meist ein Gipsei in den Nistkasten, um weiteren Vorkommnissen dieser Art vorzubeugen. Sicher ist sicher. Ich habe diese Kunsteier in der Schweiz gekauft, als ich dort eine Schau gerichtet habe. Sie sind geringfügig größer als normale Wellensitticheier und deswegen genau richtig für diesen Zweck. Ich habe von anderen Züchtern gehört, die für den gleichen Einsatz Glasmurmeln verwenden. Sogar nach vielen Jahren Erfahrung in der Wellensittichzucht, sollte man immer noch vorsichtig sein, vorschnelle Entscheidungen zu fällen. Es ist jetzt einige Jahre her, als eines meiner Albinopaare mir dies wieder bestätigt hat. Das Resultat ihrer ersten Zuchtsaison war ein einziges Junges. Sie hatten ursprünglich drei, aber zwei starben. Da ich Optimist bin, habe ich die gleiche Verpaarung im nächsten Jahr noch einmal durchgeführt. Obwohl die Henne sechs befruchtete Eier legte, befürchtete ich, dass das alles nicht gut gehen würde. Die Henne fütterte schlecht. Ich verlegte die Jungen in andere Nester und die Henne begann sofort wieder zu legen. Diese Jungen verlegte ich ebenfalls. Die ganze Prozedur wiederholte ich fünf mal, so dass ich letztendlich mehr als 20 Junge in diesem Jahr von meinem Albinopaar bekam.


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