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Ist Grit ein unverzichtbarer Bestandteil in der Ernährung der Wellensittiche?
Dr. Mike Cannon gibt seine Ansichten über diese Frage in folgendem Artikel wieder
Übersetzung: Florian Böck

Über Grit wurde in der Vergangenheit viel diskutiert und er ist auch immer noch Grund genug für Tiermediziner, sich gegenseitig in lange Diskussionen zu verstricken. Ich bin der Meinung, dass dieses Thema von vielen Seiten überbewertet wird, aber trotzdem sehr wichtig ist. Ich beginne gerne bei den Grundlagen die wir bei den wild lebenden Vögeln finden. Der Grit hat eine Funktion, aber man weiß, dass die Vögel auch überleben, wenn man ihnen keinen Grit füttert, da sie die Saaten schälen. Eine Menge einfacher Studien hat bewiesen, dass die Vögel ohne Grit sehr wohl auskommen können, sie allerdings das Futter viel besser verarbeiten können, wenn es ihnen mit Grit gereicht wird.

Es scheint, als ob die Aufnahme von Grit, in nicht zu großen Mengen, den Vögeln hilft die Körner zu zermahlen, da sie keine Zähne haben. Allerdings tendieren unpäßliche Vögel dazu zuviel Grit aufzunehmen, was zu Verstopfung führen kann. Der Grit verhält sich wie Zement in ihren Mägen. Ich habe jedoch nicht sehr viele Vögel mit koprimiertem Grit im Magen gesehen, von Zeit zu Zeit taucht es allerdings schon auf. Es ist kein derart großes Problem, als dass viel darüber geredet werden müßte. Die Schwierigkeit liegt nur in der richtigen Dosis zum richtigen Zeitpunkt. Man braucht keine riesigen Mengen zu geben, da die Vögel meines Erachtens am liebsten feinen gewaschenen Flußsand mit einigen Körnern Quarzsand zu sich nehmen.

Eine Sache vor der man sich hüten sollte ist, den Vögeln, wenn sie krank sind, zu viel Grit zu reichen, da sie in dieser Zeit zu Überkonsum neigen. Was mir häufig auffällt ist, dass Vögel die von der Klinik nach überstandener Krankheit leicht geschwächt nach Hause gebracht werden, wo ihnen dann eine Menge Grit gereicht wird, häufig einige Tage später mit verstopftem Magen wiederkommen.

Es sind einige Dinge die man wissen muß, wenn man über Grit spricht, nämlich, dass es

unlöslichen Grit, also Sand, Quartz oder wie auch immer man es nennen will gibt und, dass es löslichen Grit gibt , welcher meist eine Art Calciumverbindung darstellt. Hier handelt es sich vor allem um Muschelgrit, Sepiaschalen, Austernschalen oder ähnliches.

Calcium Versorgung

Die zweite Funktion die der Grit in der Versorgung des Wellensittichs einnimmt ist die, dass er ihn mit Calcium versorgt. Calcium ist ein sehr wichtiger Stoff. Es ist wahrscheinlich der bedeutendste Punkt, wenn es um die Vermeidung von Problemen mit der Eierschale geht. Es gibt allerdings eine Zeit, in der die Vögel das Calcium wirklich brauchen und das ist während der Paarungszeit.

Der Vogel hat in dieser Phase instinktiv das Bedürfnis soviel Nahrung wie möglich aufzunehmen, vor allem Calcium. Da die Henne im Knochenmark bereits neues Knochenmaterial bildet, was sie später für die Eischale braucht.

Wenn man eine Röntgenaufnahme in diesem Stadium betrachtet, sieht es so aus, als ob sie Baumwolle um ihre Knochen gewickelt hätte. Diese Calciumreserve braucht sie, wenn sie Eier legt, da sie dem Blut für die Schalenbildung selbiges entzieht. Das am Knochen gebildete Calcium bewegt sich dann weg vom Knochen, um den Calciumgehalt im Blut auf normalem Niveau zu halten. Das ist unter anderem auch notwendig, da Calcium unentbehrlich für die einwandfreie Funktion von Nerven und Muskeln ist. Hat die Henne nicht genügend Calcium, dann legt sie Eier mit rauher oder weicher Schale, was die optimale Entwicklung des Jungvogels enorm gefährdet, wenn nicht sogar verhindert. Kurz gesagt, es empfiehlt sich den Vögeln vor dem Ansetzen und kurz danach verstärkt Calcium zu füttern.

Ich finde es zum Beispiel gut, wenn man Produkte wie Calcium-Sandoz dem Weichfutter beimengt. Es ist aber egal in welcher Form man es den Vögeln reicht, man sollte nur sicherstellen, dass sie es auch aufnehmen. Diese Calciumgaben müssen, vorausgesetzt man hat vor mehrere Bruten zu machen, wiederholt werden. Verstärkt sollte man es in der Zeit geben, in der die Jungvögel anfangen ihre Knochen auszubilden. Die Phase der Knochenbildung dauert sehr lange. Allerdings hat man beim Wellensittich noch keine differenzierten Studien durchgeführt. Die Vögel haben nur sehr wenig Zeit Calciumvorräte im Körper auszubilden, wenn man mit der Gabe erst bei der Anpaarung beginnt. Hat man aber vorher schon Calcium gefüttert, kann man der Henne problemlos eine zweite oder gar dritte Runde zumuten, vorausgesetzt man wiederholt regelmäßig die Verabreichung von Calcium. Man wird feststellen, dass sogar die besten Hennen beginnen weichschalige Eier zu legen, wenn sie nicht optimal versorgt sind und das ist eine Sache vor der wir uns hüten sollten.

Wenn die Hennen zu Legemaschinen umfunktioniert werden sollen, sollte man zuerst einen Berg Calcium bereitlegen.

Über den Daumen gepeilt hat eine Henne stetig , in etwa die einer ganzen Muschel entsprechenden Menge Calcium im Blut, d.h. wenn die Henne mit all ihrem Calcium eine Muschel bilden sollte, hätte sie kein Calcium mehr. Dann kann man sich vorstellen, dass die Henne immer wieder zusätzliches Calcium braucht, um ihre Speicher aufzufüllen. Das geht allerdings nicht von heute auf morgen, sondern muß über einen längeren Zeitraum geschehen.

Ein Ei braucht ca. 24 Stunden bis es ausgebildet ist. Zwei Stunden braucht es um von der Stelle an der es befruchtet wird, dahin zu gelangen, wo die Schale gebildet wird. Dort dauert es geschlagene 22 Stunden bis zur Fertigstellung von einem Ei. Das hört sich sehr lange an, aber man muß auf jeden Fall wissen welchen wichtigen Teil die Bildung der Schale einnimmt, da sie einen Großteil der Zeit ausmacht.

Ein weiterer Punkt ist die Gabe von Tierkohle.

Es wird oft vergessen, dass die Kohle auch Medikamente und Antibiotika bindet, wenn man diese den Vögeln verabreicht. Also sollte während Medikationen auf Kohle verzichtet werden.

Wenn man der Meinung ist, die Vögel wären vergiftet, dann ist die Kohle eine feine Sache, um mögliche vorhandene Giftstoffe zu binden. Man braucht sich aber nicht wundern, wenn Medikamente keine Wirkung zeigen, wenn man gleichzeitig Kohle verabreicht.

Die Fütterung von Kohle sollte ein bis zwei Tage vor der Verabreichung von Medikamenten eingestellt werden, da man sonst nicht sicher weiß wieviel der gegebenen Stoffe auch wirklich vom Vogel aufgenommen werden und nicht gebunden an die Kohle wieder ausgeschieden werden. Genauso verhält es sich mit Vitaminen die auch an die Kohle gebunden werden.

Die Kohle ist ein Mittel das in jedem Fall den Vögeln gefüttert werden sollte, allerdings ist sie in Verbindung mit Medikamenten und Vitaminen mit Vorsicht zu genießen.



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