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Man muß die Vögel beim Heranwachsen unterstützen
Die beste Zeit, Jungvögel zu verlegen ist, wenn sie bereits beringt sind
von Ron Pearce
Übersetzung: Florian Böck

In der Theorie ist das Ansetzen von Ammenpaaren eine gute Idee. In der Praxis finde ich dies allerdings unnötig, wenn man mehr als sechs Paare gleichzeitig ansetzt.

Wie viele andere Züchter, verlege auch ich meine Jungvögel, wenn irgendwelche Komplikationen während der Aufzucht auftreten. Da ich meist sechs Paare gleichzeitig brüten lasse, besteht so gut wie immer die Möglichkeit die Jungvögel zu verlegen ohne hierfür spezielle Ammenpaare anzusetzen. In der Vergangenheit, als ich noch spezielle Ammenpaare angesetzt habe, brachte ich es nie übers Herz, befruchtete Eier oder Jungvögel zu entfernen und sie durch andere zu ersetzen. Diese Ammenzucht funktionierte meist nur dann, wenn sich ein befreundeter Züchter fand, der die Eier oder Jungvögel dieser schlechteren Paare zu sich nehmen wollte.

Wenn ich sechs Paare habe, dann kann ich meist ohne größere Probleme Eier und Jungvögel unterlegen. Wenn man Eier verlegt ist es am besten, dies am gleichen Tag, an dem sie gelegt wurden, durchzuführen. Ich habe im Laufe der Zeit festgestellt, dass, wenn man sie während der Zeit in welcher sie bebrütet werden verlegt, die Chance, dass sie schlüpfen sinkt.

Ein kleiner Tipp!

Einige junge Hennen machen am Anfang teilweise Probleme, da sie ihre Jungvögel nicht füttern, es scheint so, als ob sie nicht so genau wissen würden, was sie tun sollen. Sollte dieser Fall eintreten, dann bin ich froh, wenn ich die Möglichkeit habe die Jungvögel woanders unterzuschieben. In meiner Zuchtanlage verliert die Henne meist nur ihr erstes Junges. Wenn dies, wegen mangelnder Fütterung geschehen ist, gebe ich ihr einen ca. 6 Tage alten Jungvogel. Dieser hat nun die Aufgabe die Henne daran zu erinnern, dass ihre Aufgabe in der Fütterung liegt, und so wird sie lernen die Jungen optimal zu versorgen. Wenn sie einmal füttert, dann lasse ich den 6 Tage alten Jungvogel solange bei ihr, bis der nächste Jungvogel schlüpft. Dann gebe ich den älteren Jungvogel in sein ursprüngliches Nest zurück. Diese Methode ist für gewöhnlich sehr wirksam, um einer jungen Henne das füttern zu lernen.

Trotzdem kommt es von Zeit zu Zeit vor, dass Hennen ihre Jungen gar nicht füttern. Dann ist es nötig die Jungen, sobald sie geschlüpft sind in ein anderes Nest zu verfrachten. Das Problem bei dieser Sache ist, dass dieses untergelegte unberingte Junge auch nach einiger Zeit wiedererkannt werden muß, um nicht bedingt durch unklare Abstammung, mehrere Jungvögel aus der Zucht ausschließen zu müssen. Das kann einerseits dadurch erfolgen, dass man den Jungvogel in ein Nest komplett andersfarbiger Jungvögel legt, um ihn später eindeutig zu identifizieren. Manche Züchter benutzen zu diesem Zweck rotäugige oder rezessive Farbschläge. Man kann die Vögel natürlich auch unter den Flügeln (da hält es am längsten) mit einem Filzstift markieren. Trotzdem muß diese Markierung täglich kontrolliert und erneuert werden, da sie sonst gänzlich verschwindet. Sonst hat man ein großes Problem, wenn die Jungvögel alt genug sind, um beringt zu werden und man nicht mehr weiß welcher Vogel aus welcher Verpaarung stammt. Jungvögel können außerdem über ihr Geburtsdatum identifiziert werden. Man kann dann einen Jungvogel als drittältesten Jungvogel notieren und meist ist dieser Altersunterschied auch bei der Beringung noch zu sehen. Diese Methode ist allerdings nicht ganz wasserdicht.

Die beste Zeit zum Unterlegen!

Die beste Zeit zum Unterlegen eines Jungvogels ist mit Sicherheit dann, wenn er beringt ist.

Dies ist allerdings nicht immer möglich. Ich habe mir da gewisse Richtlinien gemacht und an die halte ich mich auch. Wenn ich zum Beispiel denke, dass ein Jungvogel sterben wird, wenn ich ihn nicht woanders unterschiebe, dann lege ich ihn irgendwo unter.

Die Richtlinie muß lauten: Wenn ein Jungvogel verlegt werden muß, dann sollte man ihn auch verlegen, egal was bestimmte Fachbücher auch immer behaupten. Einzelne Jungvögel werden nie gut aufgezogen und ich denke das trifft nicht nur auf meine Zucht, sondern auch auf andere zu. Wenn ich nur einen Jungvogel im Nest habe, dann warte ich bis er beringt ist und lege ihn dann unter. Idealerweise würde ich es vorziehen, Nester mit vier Jungvögeln zu sehen, die gemeinsam aufgezogen werden. Das bedeutet, dass einzelne Jungvögel in ein Nest mit drei anderen Jungvögeln gleichen Alters gelegt werden sollten. Eine Sache, die man immer beachten muß ist, dass man immer Jungvögel gleichen Alters in ein Nest legen sollte. Gelegentlich hat ein Paar auch eine sehr große Anzahl an befruchteten Eiern, von denen auch alle schlüpfen (sie werden es nicht glauben, aber das gibt es wirklich). Wenn eine Henne acht Eier hat und dann acht Junge, dann hat sie so gut wie keine Chance diese komplett großzuziehen. In solch einem Fall nehme ich immer das älteste Junge, sobald es beringt ist und lege es woanders unter. So verfahre ich bis noch vier Jungvögel verbleiben, diese wachsen dann bei ihrer Mutter auf.

Das Unterschieben von Jungvögeln ist im Allgemeinen keine große Sache. Eines beachte ich allerdings schon immer: Ich lege niemals mehr als zwei Jungvögel auf einmal bei einer anderen Henne unter. Ich denke mir, dass die Henne es schon merkt, dass etwas anders ist, wenn sie zuerst ein Junges und später fünf hat.

Als ich mit der Wellensittichzucht begann, erzählte man mir, dass man, wenn man ein Junges verlegt immer ein wenig Sägemehl aus dem Nest in das es dann verlegt wird streuen sollte. Dies soll dem Vogel den typischen Geruch der anderen Jungvögel geben. Diese Sache vergesse ich auch heute noch nicht und es funktioniert anscheinend ganz gut.

Dann wird es gefährlich!

Der einzige kritische Zeitpunkt für das unterschieben von Jungvögeln ist, wenn die Vögel schon älter als drei Wochen sind. Es scheint so, als dass Jungvögel dieses Alters von der Henne als fremd ausfindig gemacht werden können. Es geht natürlich nicht immer schief, aber das Risiko ist bei weitem höher, als bei jüngeren Vögeln.

Wenn einer der Altvögel während der Aufzucht stirbt, dann geraten manche Züchter in Panik und sehen die Jungen als verloren an, da sie denken, ein Vogel allein kann die Arbeit nicht bewältigen. Ich bin allerdings der Meinung, dass ein Elternteil die Jungen meist genauso, wenn nicht sogar besser aufzieht, wie beide zusammen.



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