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Am Anfang war die Kokosnuss...
...und heute weiß man nicht mehr welche Nistmöglichkeit man seinen Wellensittichen anbieten soll, da es unzählige Varianten gibt
von Florian Böck

Wie gesagt, Mitte des neunzehnten Jahrhunderts dachten die Menschen, dass die einzig gut funktionierende Nistgelegenheit für den Wellensittich, die Schale der Kokosnuss wäre. Heutzutage gibt es derart viele Nistmöglichkeiten der verschiedensten Bauarten, dass man fast den Überblick verliert. In diesem Artikel möchte ich die verschiedenen Modelle mit ihren Vor- und Nachteilen vorstellen.

Am Anfang, also kurz nach der Kokosnuss, wollte man dem Wellensittich die Brut noch so natürlich wie möglich gestalten und hat ihm Nistkästen aus Naturholz angeboten. Nach einiger Zeit stellte man dann fest, dass der Wellensittich gar nicht so wählerisch ist und auch problemlos einfache Kästen aus Brettern annimmt.

Die gängigsten Formen hierbei sind der Nistkasten in Hoch (Abb. 1) bzw. Querformat (Abb. 2).

Es gibt allerdings auch sehr sinnvolle Sonderanfertigungen (Abb. 3 gesehen bei der ZG Birke).

Die beiden erstgenannten Formate werden heute sowohl in Holz- als auch in Kunststoffbauweise im Handel angeboten. Die verschiedenen Materialien haben beide ihre Vor- und Nachteile. Während der Kunststoffnistkasten leichter zu säubern ist, was meiner Meinung nach eher bei der Nistmulde von Nöten ist, hat der Holznistkasten, was die Wärmedämmung angeht, die besseren Eigenschaften.

Beim Bau von Holznistkästen hat sich vor allem Naturholz sehr bewährt, da Sperrholz nicht sehr atmungsaktiv und Kästen aus Presspanplatten bedingt durch den enthaltenen Leim giftige Dämpfe absondern.

Die Schwierigkeit beim Bau eines Nistkastens liegt darin, den Kasten geräumig genug für bis zu 5 Jungvögel zu machen und ihn gleichzeitig nicht zu groß anzufertigen um genügend Wärmebildung zu ermöglichen.

Die Maße sollten in etwa 25x20x20 cm betragen, sowohl beim Hoch - als auch beim Querformat.

Die Nistmulde selbst sollte, wegen der besseren Reinigungsmöglichkeit, nicht fest in den Kasten eingebaut sein, sondern schubladenähnlich herausgenommen werden können (Abb.4).

Die Mulde sollte circa 10 cm Durchmesser und zwischen 2 und 2,5 cm Tiefe haben.

Die Einschübe aus Holz kann man mit (Abb. 5) oder ohne Rand (Abb. 6) anfertigen, allerdings erspart man sich beim Modell mit Rand (dieser sollte ca. 8 cm hoch sein) einige Arbeit, da Jungvögel und Einstreu bei der Kontrolle nicht seitlich herunterfallen können. Ich war früher den Kunststoffnistmulden gegenüber sehr skeptisch eingestellt, bin aber heute der Meinung, daß man im Sinne einer besseren Hygiene geringe Einbußen in der Wärmedämmung verkraften kann.

Da die meisten Erreger mit dem Kot ausgeschieden werden, ist ein einwandfreier Hygienezustand im Nistkasten, vorallem bei Paaren die ihren Nistkasten nicht trocken halten, unabdingbar. Dieser gute Hygienezustand ist bei Holznistmulden nur mit Hilfe von chemischen Mitteln zu erreichen, welche durch das Holz aufgesaugt werden und vom Vogel, wenn er die Mulde benagt aufgenommen werden. Dies kann zu Vergiftungen des Vogels bis hin zum Tod führen.

Man spart sich eine Menge Zeit und Arbeit, wenn man leicht abwaschbare und qualitativ hochwertige Kunststoffnistmulden in Gebrauch hat. Die bisher im Handel erhältlichen Nistmulden (Abb. 7) sind für den modernen Schauvogel meiner Meinung nach zu klein, da sie meist nur im Bereich von ca. 12 x 18 cm angeboten werden. Des Weiteren ist kein Schutz gegen ein Hinausrollen und Liegenbleiben der Eier vorhanden. Ein weiterer Nachteil ist, daß man seine alten Nistkästen eigentlich aus dem Gebrauch nehmen kann, wenn man nicht zufällig die gleichen Maße hat. Nicht zu vergessen die Unterlage die notwendig ist, um ein waagrechtes stehen der Nistmulde im Kasten zu ermöglichen, da größtenteils keine Füße vorhanden sind.

Seit kurzem ist auf dem Markt eine Kunststoffnistmulde mit dem Namen Champion-Mulde (Abb. 8)erhältlich, welche so gearbeitet ist, dass die meisten der oben erwähnten Nachteile ausgeschlossen werden können. Diese Mulde ist größer und kann, bedingt durch den Steg an der Oberkante, was die Maße betrifft, zwischen 22 und 24 cm in der Länge und zwischen 17 und 19 cm in der Breite zugeschnitten werden. Sie paßt damit nicht in jeden vorhandenen Kasten, allerdings steigt die Wahrscheinlichkeit. Durch das vorhadene Gefälle wird ein Auskühlen von hinausgestoßenen Eier verhindert, da diese sofort zurückrollen.

Die oben aufgeführten Argumente können natürlich auch auf Agaporniden und andere Vögel übertragen werden, die in etwa Wellensittichgröße besitzen.

Egal wie man sich entscheidet, ich denke das Wichtigste ist, dass man für sich und seine Vögel die beste Lösung für eine optimale Zucht findet, denn das ist ja der Hintergrund zu jeglicher Futter-, Krankheits-,oder Nistkastendiskussion.



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