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Andrea DSV2463
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Anmeldungsdatum: 07.12.2005
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BeitragVerfasst am: Do Dez 11, 2014 6:10    Titel: Antworten mit Zitat
Guten Morgen Ihr Lieben

11. Dezember

Der Polizist

Es regnet leicht, als Volkers Leben sich zu ändern beginnt.
Er schlendert durch die Stadt, vorbei an den Schaufenstern.
Von weitem schon sieht Volker eine Bank unter einem Baum,
darauf liegt einer, scheinbar betrunken. Viele leere Flaschen stehen unter der Bank.
Volker ärgert sich über den Anblick, obwohl sich im nächsten Moment sein Leben ändern wird.
Jetzt nähert sich ein Polizist dem offenbar Obdachlosen. Der wird einschreiten, denkt Volker.
Der Polizist bleibt vor dem Schlafenden stehen.
Er zieht seinen nassen Mantel aus, dann seine Jacke, schließlich noch seinen Pullover.
Dann zieht der Polizist Jacke und Mantel wieder an. Volker sieht alles und versteht nichts.
Noch nicht. Andere Leute sehen nichts und laufen vorbei..
Volker beobachtet, wie der Polizist seinen Pullover, den er ausgezogen hatte, zusammenfaltet.
Er hat noch kein Wort zum Schlafenden gesprochen, geschweige denn, ihn weggeschickt.
Darauf wartet Volker vergebens.
Der Polizist nimmt den Pullover, hebt vorsichtig den Kopf des Betrunkenen an
und legt den Pullover unter dessen Kopf. Wie ein Kopfkissen.
Dann schaut er sich hastig noch mal nach allen Seiten um und geht weiter.
Volker steht ganz still. Innerlich ist er aber wie vom Donner gerührt.
Das gibt es also, sagt sich Volker. Und er ist ein wenig verlegen, ohne zu wissen warum.
Wie angewurzelt steht er da und schaut nur noch auf die Bank mit dem Schlafenden
und seinem Kopfkissen.
Das gibt es also in der Welt der Geschäfte und der Rücksichtslosigkeiten,
in der Welt der Kleinkriege und Bitterkeiten.
In diesem Augenblick ändert sich sein Denken.
Er hat etwas gesehen, was eigentlich unvorstellbar ist.
Und doch ist es möglich in dieser Welt.
(Michael Becker)
Ich wünsche Euch einen schönen Adventstag


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Liebe Grüße von Andrea mit

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BeitragVerfasst am: Sun 17 December 22:25 2017    Titel: Adventskalender 2014


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Gitta
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Anmeldungsdatum: 28.06.2007
Beiträge: 3656

BeitragVerfasst am: Do Dez 11, 2014 8:36    Titel: Antworten mit Zitat
Es gibt sie also doch noch, die Menschlichkeit und Nächstenliebe
DANKE, liebe Andrea, für die Geschichte hinter dem Adventskalendertürchen Nr. 11. Smile
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Liebe Grüße,
Gitta




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Anne DSV2252
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Anmeldungsdatum: 17.06.2006
Beiträge: 7819
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BeitragVerfasst am: Do Dez 11, 2014 8:58    Titel: Antworten mit Zitat

Danke Andrea für die Geschichte. Die Welt wäre viel freundlicher und heller, wenn Alle ein wenig Nächstenliebe zeigen würden.
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Gruß Marianne
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Kerstin
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Anmeldungsdatum: 27.06.2008
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Wohnort: Raubling

BeitragVerfasst am: Do Dez 11, 2014 15:24    Titel: Antworten mit Zitat
vielen Danke an alle die wieder einen soooo schönen Adventskalender machen.
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Kerstin
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Andrea DSV2463
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Anmeldungsdatum: 07.12.2005
Beiträge: 21292

BeitragVerfasst am: Do Dez 11, 2014 22:23    Titel: Antworten mit Zitat
Smile Danke für Eure netten Feedbacks! Smile
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Andrea DSV2463
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Anmeldungsdatum: 07.12.2005
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BeitragVerfasst am: Fr Dez 12, 2014 7:56    Titel: Antworten mit Zitat
Guten Morgen Ihr Lieben

12. Dezember


Ein Engel wohnt nebenan

Nikolaus Abend, Advent, Weihnachtszeit, davor graute Herr Klein, denn er war allein.
Seine Frau war lange tot, Kinder hatte er keine, Verwandte waren alle mit sich selbst beschäftigt.
Er war einsam, traurig und unglücklich, ganz besonders in dieser Zeit.
Der Pflegedienst der ihn betreute, ihm mal kleine Besorgungen machte,
war fast die einzige Verbindung zur Außenwelt.
Oft saß er am Fenster, schaute sehnsüchtig hinaus wenn zarte Schneeflocken vom Himmel wirbelten
und eine weiße Decke über die Stadt breiteten. Es war ein friedliches Bild,
das so manche Erinnerung an glücklichere Zeiten weckte.
Er liebte Musik, doch sie machte ihn so traurig, dass er kaum wagte das Radio einzuschalten.
Wie gern hatte er früher den Kinderstimmen gelauscht, den festlichen Weihnachtsliedern,
als sein Lenchen noch gelebt hatte und seine kleine Tochter Mia.
Mit 20 Monaten war sie innerhalb von Stunden gestorben, es war als sei ein Stern erloschen
und er und seine Frau hatten das nie wirklich verwinden können.
Aber sie hatten sich, das hatte es leichter gemacht.
Doch nun, da sein Lenchen auch nicht mehr lebte, schien sein Leben leer und sinnlos.
Er hatte keine Aufgabe mehr, gesundheitlich ging es ihm schlecht, Nachbarn kannte er nur flüchtig,
sah sie nur wenn er mal am Fenster saß.
Er schaute hinaus, als der nette Pfleger vom Pflegedienst das Haus verließ.
Der winkte noch einmal freundlich und wollte gerade in sein Auto steigen,
als Herr Klein einen kleinen Jungen bei ihm stehen sah.
Der Pfleger deutete auf das Fenster wo er Herrn Klein wusste und fuhr davon.
Die folgenden Tage verbrachte der alte Herr wie immer. Er las ein gutes Buch, aß ein wenig,
trank eine gute Tasse Tee, betrachtete ab und zu die verschneite Straße mit
den weihnachtlich geschmückten Fenstern, sah den milden, stillen Kerzenschein;
das war fast alles. Mühsam stand er auf, ging zum Bild seiner Frau, entzündete dort eine Kerze
und sprach mit ihr. In diese trüben Gedanken hinein erklang die Türglocke.
Da er nicht gut zu Fuß war, dauerte es eine Weile, bis er sie erreichen konnte.
‘Wer das wohl sein kann’ dachte er bei sich und schüttelte etwas ungläubig den Kopf,
bevor er die Tür vorsichtig öffnete.
Der kleine Junge stand draußen, den er die Tage vorher am Auto hatte stehen sehen.
„Hallo Herr Klein, ich bin Gabriel“, sagte der Kleine forsch, „darf ich rein kommen?“
Etwas verdattert nickte der alte Mann, machte den Weg frei
und bat den Jungen ins Zimmer. „Ich habe die Tage den Engeldienst gesehen“
plapperte er drauflos „ und habe gefragt, wen er besucht habe und warum er so heißt.“
„ Ach ja, ich habe dich gesehen,“ erwiderte der alte Herr.
„ Genau, er sagte mir, dass Sie allein sind und so wollte ich mal nachsehen und fragen,
ob ich vielleicht öfter kommen darf. Ich kann auch einkaufen oder sonst hier im Haus helfen,
ich wohne gleich nebenan.“
Herr Klein war sprachlos, freute sich aber über das unbefangene Geplapper des Jungen
und bat ihn herein. „Wissen deine Eltern von dem Besuch,“ fragte er vorsichtig.
„ Na klar doch, sie sagen auch, dass man sich helfen muss, nur kennt sie kaum einer,
da sie nie draußen sind,“ antwortete er.
Die Zeit verging wie im Fluge, beide lachten zusammen da Gabriel lustig erzählen konnte.
Als sie sich verabschiedeten bemerkte der Kleine:
„Morgen bringe ich meine Mama mit und Weihnachten verbringen Sie mit uns gemeinsam.“
So geschah es. Herr Klein hatte Tränen in den Augen, so gerührt war er.
Er erlebte ein Weihnachtsfest wie er es aus früheren Jahren kannte
und fand in den Nachbarn eine neue Familie. Das hätte er nicht zu hoffen gewagt.
Er lächelte: ‘ Gabriel heißt der Junge’, schmunzelte er.
Manchmal wohnen Engel gleich nebenan…
(Evelyn Goßmann)

Ich wünsche Euch allen einen schönen und möglichst stressfreien Adventstag


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Liebe Grüße von Andrea mit

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Gitta
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Anmeldungsdatum: 28.06.2007
Beiträge: 3656

BeitragVerfasst am: Fr Dez 12, 2014 8:40    Titel: Antworten mit Zitat
was für eine schöne Geschichte!
Dankeschön, liebe Andrea!

Ich wünsche auch allen einen schönen Tag und passt auf, dass Ihr nicht weg fliegt
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Liebe Grüße,
Gitta




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Anne DSV2252
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Anmeldungsdatum: 17.06.2006
Beiträge: 7819
Wohnort: Osterholz Scharmbeck

BeitragVerfasst am: Fr Dez 12, 2014 8:45    Titel: Antworten mit Zitat
Danke Andrea.

Wie schön das es Engel gibt Smile
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Andrea DSV2463
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Anmeldungsdatum: 07.12.2005
Beiträge: 21292

BeitragVerfasst am: Fr Dez 12, 2014 15:44    Titel: Antworten mit Zitat
Liebe Gitta, liebe Marianne

Danke für Euer nettes Feedback!

Gitta hat folgendes geschrieben::
und passt auf, dass Ihr nicht weg fliegt

Ja, hier ist es auch echt stürmisch.
Unser Nikolausmarkt musste gestern wegen des
heftigen Sturms schon geschlossen bleiben und
heute ist es nicht weniger windig! Rolling Eyes
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Liebe Grüße von Andrea mit

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Turbo
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Anmeldungsdatum: 13.01.2006
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BeitragVerfasst am: Fr Dez 12, 2014 20:12    Titel: Antworten mit Zitat
Adrea, Du schreibst aber fleisig. 17300 Beiträge!!!!!!
Donnerwetter. Das ist mir vorher nicht aufgefallen.
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Gitta
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Anmeldungsdatum: 28.06.2007
Beiträge: 3656

BeitragVerfasst am: Sa Dez 13, 2014 6:19    Titel: Antworten mit Zitat
Guten Morgen Ihr Lieben,

heute habe ich mal eine Tiergeschichte für Euch

Der erste Winter
" Komm schon, Mama, ich will gehn!"
Ungeduldig hopste das junge Rehchen hin und her.

Olly war gerade erst alt genug, das "Nest" mit Mama zu verlassen. Er war voller Vorfreude und konnte es nicht erwarten, die Welt um ihn rum zu entdecken! Bis jetzt hatte Mama ihn daheim gelassen, wenn sie wegging, um zu essen oder trinken. Sie warnte ihm immer, recht still zu liegen und zu warten, bis sie wieder bei ihm sei.
Aber endlich war es soweit: Mama wollte ihn herumzeigen. Ollys braune Augen tanzten vor Vergnügen.
"Mama, was ist denn das?" verwundert zeigte er auf mehrere Truthähne die etwas weiter weg herum liefen. "Das sind Vögel, Olly," sagte Mama, " Vögel können fliegen, aber diese Truthähne fliegen nie. Ich weiß nicht , warum."
"Mama, denkst du, der kleine dort will mit mir spielen?" fragte Olly. " Ich denke nicht, Olly, ich habe die noch nie mit uns spielen gesehen, Komm, wir gehen weiter."
Olly folgte der Mama bereitwillig. Seine Augen nahmen alles auf. An einem Grashalm hing eine dicke grüne Raupe. Olly schnüffelte es an, und stieß die Raupe runter, die sich sofort fest an seiner Nase anklammerte.
"Soll das Ding immer an meiner Nase hängen? Es kitzelt, " meinte er. Mama musste grinsen. Sie schob die Raupe runter von Ollys Nase. " Das ist eine Raupe, und die werden bald in der Erde verschwinden, wenn der kalte Winter kommt. Da werden die sich in der Erde verkriechen." "Aber Mama, will der kalte Winter uns auch wehtun? Wann müssen wir uns verstecken?" " Winter ist kein böses Wesen, Olly, sondern eine Jahreszeit, so wie der Sommer, und nun der Herbst. Dann wirst du alles weiß sehen. Es wird schön aussehen." " Das Gras wird weiß sein, die Bäume werden weiß sein, die Blätter werden..." " Mama musste wieder grinsen. "Nein, nein, das wird bloß vom Schnee zugedeckt sein. Große Schneeflocken werden vom Himmel fallen und alles zudecken."
Olly lernte sehr viel in den nächsten Wochen. Jeden Tag wurde er stärker und grösser. Er wusste, wo er Wasser finden konnte. Wo er frisches grünes Grass und Kräuter essen konnte. Welche Pilze er mochte. Er war sehr stolz auf sein neues Wissen.
Eines Morgens schaute er hoch, und sah, dass die Blätter rot waren. " Mama, was ist passiert?" Er war erstaunt. "Nun ist es wirklich Herbst" meinte Mama. " Bald werden die Blätter runter fallen." " Was? Warum denn?" Olly gefiel diese Idee gar nicht. " Das ist aber komisch." " Dafür gibt es mehrere gute Gründe, Olly. Wir werden die Blätter nehmen und unsere Wohnung damit warm machen. Wir können uns damit zudecken. Auch drauf liegen, das ist auch warm. Und die kleinen Mäuschen, die in der Erde wohnen, sind auch froh, dass die Blätter alles warm halten." Mama wusste halt einfach alles! Olly wanderte rüber zu einem kleinem Haufen Blätter, und schnüffelte sie an. Die rochen gut! " Liebe Blätter," Olly lächelte sie an.
Eines Morgens wachte er auf und fand weißes, glitzerndes Zeug draußen liegen. " Hallo Schnee! Da bist du ja!" rief er. "Hihi, " Mama kicherte, " Olly, das ist Raureif." Olly leckte es an. " Das ist kalt! Ist Schnee auch kalt?" "Ja, Olly, wenn es schneit, ist es kalt. Wir werden die meiste Zeit zuhause verbringen, wo wir warm bleiben." Mama kannte sich da gut aus. Sie hatten viel gegessen in letzter Zeit, hatten gut zugenommen, und hatten auch ihr warmes, dickes Winterfell bekommen. Olly dachte, dass er sehr schön aussah! Mama hatte ihm auch von Menschen erzählt. Eines Tages hatten sie einen Jungen im Wald gesehen. Olly wollte hinlaufen und ihn ansehen. " Olly, die meisten Menschen werden uns nichts tun. Aber manche schießen uns." Mama erklärte es ihm. Olly war sehr erschrocken.
Diesen Morgen, als Olly aufwachte, war es besonders still. Verwundert schaute er sich um. Alles war weiß, und sah ganz fremd aus. " Mama, wach auf, es hat geschneit," meinte er. Vorsichtig trat er auf das weiß, flauschige Zeug. Es war weich, aber kalt. " Mama, was sind das da für Flecken?" Er deutete auf Spuren im Schnee. "Oh, wenn du im Schnee läufst, machst du Spuren." erklärte Mama. Sie wusste einfach alles! "Diese kleinen Spuren sind von einer Maus, und dort, das waren Vögel." Olly guckte und guckte, und dann schaute er hinter sich auf die Spuren, die er im Schnee machte. "So eine gute Idee. Wer hat sich das wohl ausgedacht?" Es gefiel ihm.
Dann sah er eine sehr große, tiefe Spur. "Was...Oh" Er schaute auf, und sah den Jungen, den er schon oft gesehen hatte. Der Junge zog eine Tanne mit sich durch den Schnee. " Ich wusste gar nicht, dass Menschen Bäume essen?" wunderte er sich laut. "Hihihi" Mama kicherte schon wieder. "Nein, Olly, die essen den Baum nicht. Sie werden ihn in die Stube stellen, schmücken und helle Lichter rein machen. Sie machen das für einen besonderen Tag. Ich glaube, es heißt Weihnachten. Dann stellen sie sich hin und lächeln den Baum an. Es muss ihnen gefallen." Mama konnte ihm alles erklären! Er war froh, so eine kluge Mama zu haben.
Olly dachte, dass die Menschen komische Dinge taten. Er war froh, dass er ein Reh war, hier draußen im schönen Freien mit seiner Familie. Er konnte Spuren in den interessanten Schnee machen, und konnte die funkelnden Sterne über sich am großen Winterhimmel stehen sehen. Die ganze wunderschöne Welt wartete noch, entdeckt zu werden!
Eine Geschichte von Brigitte Aubrey, Louisville, Kentucky:



Ich wünsche Euch ein schönes 3. Adventswochenende
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Liebe Grüße,
Gitta




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Claudia H.
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Anmeldungsdatum: 05.03.2010
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BeitragVerfasst am: Sa Dez 13, 2014 6:45    Titel: Antworten mit Zitat
Danke, liebe Gitta, für diese süße Geschichte. Ja, so oder so ähnlich werden Tiere sicher über uns denken. Laughing

Dir und allen anderen hier ein schönes Adventswochenende.

Viele Grüße
Claudia mit Sunny und Charly
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Andrea DSV2463
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BeitragVerfasst am: Sa Dez 13, 2014 14:34    Titel: Antworten mit Zitat
Danke für die tolle Geschichte, liebe Gitta! Smile
Wir Menschen haben das Staunen über die Natur
ja leider manchmal schon etwas verlernt! Sad

Turbo hat folgendes geschrieben::
Adrea, Du schreibst aber fleisig. 17300 Beiträge!!!!!!
Donnerwetter. Das ist mir vorher nicht aufgefallen.


Ja, ich bin -zugegeben- auch etwas erschrocken,wenn ich sehe,
wie viel Zeit ich hier in den letzten Jahren schon mit Schreiben verbracht habe. Shock

Auch ich wünsche allen ein schönes und geruhsames
Advents-Wochenende

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Liebe Grüße von Andrea mit

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Andrea DSV2463
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Anmeldungsdatum: 07.12.2005
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BeitragVerfasst am: So Dez 14, 2014 9:17    Titel: Antworten mit Zitat
Guten Morgen Ihr Lieben

14. Dezember – 3. Advent


Heute mal eine lustige Geschichte in Reimform,
bei der ich echt gespannt bin,
wer die von Euch überhaupt komplett lesen kann,
denn manche Passagen sind auf Plattdeutsch! Shock
Viel Spaß beim Entziffern! Laughing

Oma Knackbusch un de Wiehnachtsmann
(Von Erika Stegemann)

Hübsch leise rieselt schon der Schnee, die Flocken zieh´n von Luv nach Lee.
Ganz still und dunkel ist das Haus, sieht einsam und verlassen aus.
Weil Vater, Mutter und das Kind zur Kirch gegangen sind.
Das Fest wohl vorbereitet haben, denn heute ist ja Weihnachtsabend.

Ein Schatten schleicht im Garten hin, die Scheibe klirrt, schon ist er drin.
Ein Stuhl verrutscht – ein Glöckchen klingt, der Strahl der Taschenlampe blinkt.
Und die gehört CARL-GUSTAV PRELLE, entlassen jüngst vom Knast aus Celle,
der dieserart im fremden Land sucht seine Weihnachtsgaben aus.

Der Weihnachtsbaum ist ihm egal, am Gabentisch trifft er die Wahl.
In seinem Sack zuerst rein tut er, das Perlencollier für die Mutter.
Als zweites dann, hoch schlägt sein Herz, greift er die Stola sich aus Nerz.
Zum dritten in den Sack rein tat er, die goldne Uhr, bestimmt für Vater.
Zwei Flaschen greift er sich noch schnell, voll Whisky teils, teils von Chanel.
Am Tisch der Tochter findet er zwölf Silberlöffel für Dessert.
Auch noch zwei Schuhe für die Hand, aus bestem Leder er dort fand.

Dann aber schaut er staunend an, Klein-Bubis neue Eisenbahn.
Die Wagen, die Elektronik, den Tunnel und den Prellebock,
die Schranken und auch die Geleise, das rührt ihn an in besonderer Weise.
Er lässt den Sack zu Boden gleiten und hockt sich wie in alten Zeiten
hin auf den Teppich ganz bequem und drückt schon auf das Schaltsystem.
Und hei, der Zug beginnt zu sausen. Signale leuchten zu dem Brausen,
und sieh, der Dieb CARL-GUSTAV PRELLE (entlassen jüngst vom Knast aus Celle)
ist plötzlich und von ungefähr jetzt wieder mal ein Stationsvorsteher,
wie er es – vor manchem Schicksalsjahr – einstmals als kleiner Junge war.
In all seinen Fantasien schmückte die rote Mütze ihn,
und doch hat er mit Müh und Plagen so manche Mütze noch getragen.
Feldmütze erst, dann die für Schieber, die blaue Seemannsmütze noch viel lieber,
zuletzt – er denkt daran mit Grausen – das Mützchen noch von Cellehausen.

Es rattern Schienen, schnurrt die Bahn, da hat die Tür sich aufgetan.
Plötzlich ins Zimmer ungebeten, ist Oma Knackbusch eingetreten.
Die, da sie zählt so viele Jahr, nicht mit zum Kirchgang draußen war.
„Oh“ sprach Oma, „kiek mol an, dor is ja woll de Wiehnachtsmann!
Ooh Wiehnachtsmann, lot die nich störn,
ick kann slecht kieken un slecht hörn,
man doch, dat seih ick eben recht,
du häst in dienen Sack wat bröcht.
Ick teuf schon an de hunnert Johr, dat ick die uk mol weer gewohr!“

Carl-Gustav guckt verdattert, er kommt nicht klar, sein Herz das flattert.
Schon greift er nach dem Sack verstohlen, um die Pistole rauszuholen.
Doch Oma fängt zu lächeln an
Ob ich dem lieben Weihnachtsmann auch mein Gedicht aufsagen kann?
„Lieber Guter Weihnachtsmann, kiek Gesche Knackbusch freundlich an
und stecke diene Rute ein, lütt Gesche will auch immer artig sein!“

So, was dat nich ein schön Gedicht? Häst du uk Peppernöt für mich?“

Carl-Gustav schwanken schon die Füße, er sucht verzweifelt Pfeffernüsse.
Und wie er endlich welche findet, nachdem er erst ein Licht entzündet,
da holt Oma aus dem Schapp schon eine Flasche Korn herab
und schenkt dem Gast ein Gläschen ein „Prost, datt schall vör Wiehnacht sein!“
„Prost“ stammelt auch Carl-Gustav Prelle und wünscht sich fast zurück nach Celle.

„Ach Wiehnachtsmann, nun kiek mol her, du hast ja noch den Sack nich leer,
mok man tau, ik helpe mit – Oh wie fein, de Kette wird för Trine sein!
De Pelz, de Klock –un all`s taun Feste, oh, Wiehnachtsmann, dü büst de Beste!“
Und Oma holt nun ALLES raus, packt ihm sein ganzes Säcklein aus.
Mit „Oh“ und „Ah“ legt jedes Stück sie fein auf seinen Platz zurück,
bis sie, nachdem der Rest verschwand, im Sack noch die Pistole fand.
Da lacht und jubelt sie:
„Hihi, de Sahnespritz de is doch woll för mi?“

Carl-Gustav fährt es in die Waden, denn schließlich ist das Ding geladen.
Doch Oma meint „Ick mot probeern, wie woll de Spritz deit funktioneern!“
Sie fummelt hin, sie fummelt her, Carl-Gustav stöhnt und kann nicht mehr.
Schon spürt den Angstschweiß im Genick er.
„Kiek“ ruft sie nun, „da is jo`n Drücker, pass up, mien leewe Wiehnachtsmann,
nu spritz ick die mit Sahne an! Nu kiek doch nich so barsch un wild,
dat Ding is ja noch nich gefüllt.ick dau nur so un drück mol tau,
as ob ick Sahne spritzen dau!“

Carl-Gustav springt mit einem Satz aufs Fensterbrett, wie eine Katz,
die Scheibe klirrt, Carl-Gustav Prelle sieht sausen man - in Richtung Celle.
Doch Oma Knackbusch, fleißig wie immer,
macht Ordnung nun im Weihnachtszimmer.
Von weitem klingen Glocken, ja, nun ist bald die Familie da.
Und dann, im Schein der Weihnachtskerzen, umarmt man Oma recht von Herzen,
und freudevoll und gut gelaunt, wird jetzt der Gabentisch bestaunt.
Da liegt, da liegt?
Man träumt ja wohl, auf Omas Platz ein Mordspistol.
„Tja“, strahlt Oma, „kiek mol an, dat Ding heff ick von`n Wiehnachtsmann“.

Euch allen einen schönen 3. Advent

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Liebe Grüße von Andrea mit

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Gitta
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BeitragVerfasst am: So Dez 14, 2014 9:37    Titel: Antworten mit Zitat
Guten Morgen liebe Andrea,

DANKE für die lustige Geschichte Laughing
Da sind unsere Nordlichter beim Lesen aber klar im Vorteil Laughing

Ich wünsche Dir und allen Anderen einen schönen 3. Advent
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Liebe Grüße,
Gitta




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BeitragVerfasst am: So Dez 14, 2014 10:06    Titel: Antworten mit Zitat
Smile Danke, liebe Gitta! Smile
Für mich ist Plattdeutsch verstehen kein Problem,
weil meine Oma viel Platt gesprochen hat und meine
Schwiegereltern machen das mit ihren Geschwistern
auch heute noch.
Sprechen kann ich es aber leider auch nicht
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Turbo
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BeitragVerfasst am: So Dez 14, 2014 17:36    Titel: Antworten mit Zitat
Suuuper. Laughing Laughing Laughing
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mücke
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BeitragVerfasst am: Mo Dez 15, 2014 1:52    Titel: Mal was von einer Mücke…... Antworten mit Zitat
Die Schneeflocke kam im glitzernden Kleid
vom Himmel ganz langsam herunter geschneit
und Schneeflocke fühlte sich fremd in dem Land,
das sich schon im Weihnachtsglanze befand.
Sie landete vorsichtig auf einer Tanne
bei einem sehr einsamen Schneeflockenmanne.

Die schneeweiße Flocke sprach: “Hey, Ich bin weiblich!
Ich glaube, ich mag dich ganz unbeschreiblich!”
Die beiden sind dann zusammengeblieben
und fingen schnell an, sich zu necken und lieben.
Bald schmusten die Flocken mit reizendem Charme,
doch tauten sie schnell, denn die Liebe macht warm.
Sie hörten des Partners Herz noch schwach klopfen
und dann verschmolzen sie zu einem Tropfen.

Im Tröpfchen vereint gab es mancherlei Kuss,
und irgendwann trieb das Tröpfchen im Fluss,
und der brachte beide zusammen ins Meer.
Es ist nun ein kleines Weilchen schon her,
als aus dem Meere das Tröpfchen verschwand,
von der Sonne geholt hoch ins Schneeflockenland;
und irgendwo dort, wo die Wolken sanft schweben,
genießen verliebt sie ihr Schneeflockenleben.

Dort oben, wo’s kalt ist, begann ihre Reise,
dort sind sie nun wieder auf glückliche Weise,
denn hoch in den Wolken, an kühleren Orten,
sind beide zu Schneeflocken wieder geworden.
Und schneit es mal wieder, wie manchmal im Jahr,
dann tänzeln sie erdwärts als Liebespaar.
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Claudia H.
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Anmeldungsdatum: 05.03.2010
Beiträge: 2846
Wohnort: Wuppertal

BeitragVerfasst am: Mo Dez 15, 2014 5:48    Titel: Antworten mit Zitat
Guten Morgen alle miteinander Smile

Hier kommen ja wieder wunderbare Geschichten und Gedichte zusammen.

@ Andrea
Da meine Großeltern auch noch platt gesprochen haben, hatte ich auch keine Probleme dieses lustige Gedicht zu verstehen.

@ Mücke
Das ist ein wunderschönes Gedicht, welches ich noch gar nicht kannte. Vielen lieben Dank an euch.

Viele Grüße
Claudia mit Sunny und Charly
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Andrea DSV2463
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Anmeldungsdatum: 07.12.2005
Beiträge: 21292

BeitragVerfasst am: Mo Dez 15, 2014 7:54    Titel: Antworten mit Zitat
Turbo hat folgendes geschrieben::
Suuuper. Laughing Laughing Laughing


Danke fürs Feedback, lieber Klaus! Smile

Lieber Stefan,

Dir ein dickes Dankeschön für das heutige tolle Gedicht,
das ich auch noch nicht kannte und somit auch für Deine Unterstützung
beim Füllen des Kalenders!

Ich wünsche Euch allen einen guten Start
in die 3. Adventswoche, die für mich leider
noch mal richtig anstrengend werden wird! Sad

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