Delphinarium Zoo Duisburg

Hier können sich die User (mit Bild!) vorstellen und über alle Themen quatschen die nicht in die Rubriken Haltung oder Zucht passen oder gar nix mit dem lieben Federvieh zu tun haben.

Moderatoren: Kero, DSV2495

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Andrea DSV2463
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Delphinarium Zoo Duisburg

Beitrag von Andrea DSV2463 » Mo Mai 01, 2017 20:03

:) Guten Abend Ihr Lieben,

wie versprochen nun noch ein paar Fotos vom Delphinarium im Duisburger Zoo!

Dephine sind wirklich sehr bemerkenswerte und intelligente Tiere, die vom Gesichtsausdruck immer zu lachen scheinen!
Ich mag Delphine sehr
und die Delphinschau hat mir daher auch ausgesprochen gut gefallen! :) :)

Das Delphinarium bietet 1400 Sitzgelegenheiten und
es gab gestern 4 Vorstellungen die alle voll besetzt waren

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Nun ein paar gemischte Bilder von der enormen
Sprungkraft der Tiere und anderen gezeigten
Fähigkeiten

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Mit den Voderflossen (Flipper) können die Delphine
hervorragend Bälle halten und damit auch schwimmen

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... und den Ball brav wieder abgeben

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Alle zeigen mal gleichzeitig ihre Fluke


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Delphin bei der Gewichtskontrolle!

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Das Spielen mit den Ringen schien ihnen richtig
Spaß zu machen

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Synchronspringen :)
Delphine springen in freier Wildbahn nicht
über Hindernisse, die sie nicht kennen.
Sie müssen daher beim Training für den Sprung über das Seil zunächst unter Wasser
mit dem Seil vertraut gemacht werden.

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Zuletzt geändert von Andrea DSV2463 am Mo Mai 01, 2017 20:36, insgesamt 1-mal geändert.
Liebe Grüße von Andrea mit

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Beitrag von Rhönwellis » Mo Mai 01, 2017 20:26

Wahnsinns Bilder!
Wir waren letztes Jahr selber noch im Duisburger Zoo und somit auch im Delphinarium, trotz aller Kritik an solchen Shows. Ich finde es toll, die Tiere machen einen gepflegten und subjektiv betrachtet glücklichen Eindruck :)
Liebe Grüße aus der Rhön
Inga & das liebe Federvieh!

(Alter Benutzername WeLLii fAn)

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Beitrag von Brassada » Mo Mai 01, 2017 22:13

WOW !! Einfach fantastische Fotos,liebe Andrea !! :)
Danke dafür !! :) :wave:
Im DSV unter Nr.2547. Bild

Der tollen Fachberichte wegen

Bild Bild Bild Bild Bild Bild Bild




Gehe nicht nur die glatten Strassen. Gehe Wege, die noch niemand ging, damit Du Spuren hinterläßt und nicht nur Staub.
(Antoine de Saint-Exupéry)

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Beitrag von Neandertaler » Mo Mai 01, 2017 22:18

Den Delphinen macht das richtig Spaß, wie neueste Forschungen zeigen. Das ist ja ein richtiges Highlight in Duisburg.
Mit Züchtergruß
aus dem Neandertal
Gerd Bleicher
- Neandertal ist überall -

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Beitrag von Anne DSV2252 » Di Mai 02, 2017 10:13

Danke Andrea!

Man sieht es, den Delphinen macht es richtig Freude mit ihrem Trainer.
Die ganze Anlage macht einen sehr schönen gepflegten Eindruck. Auf jeden Fall ist sie einen Besuch wert!
Gruß Marianne Bild

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Andrea DSV2463
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Beitrag von Andrea DSV2463 » Di Mai 02, 2017 13:25

:) Hallo Ihr Lieben

und Danke für Eure netten und anerkennenden Feedbacks.
Ich war gestern beim Sichten der Fotos tatsächlich
selbst überrascht und habe ich micht gefreut,
wie gut die Aufnahmen trotz der großen
Entfernung und der ständigen Bewegung der Tiere
noch geworden sind!
WeLLii fAn hat geschrieben: Wir waren letztes Jahr selber noch im Duisburger Zoo und somit auch im Delphinarium, trotz aller Kritik an solchen Shows. Ich finde es toll, die Tiere machen einen gepflegten und subjektiv betrachtet glücklichen Eindruck :)
Ja, die Anlage ist sehr gepflegt und ich hatte auch den
Eindruck, dass die Tiere gesund, sehr vital und munter sind und Spaß an den Beschäftigungen haben.
Auch der gute und vertraute Kontakt zum Tierpfleger war deutlich erkennbar.

Aus aktuellem Anlass - Rauchbombe im Delphinarium
Nürnberg am gleichen Tag - will ich auch noch mal
ein paar Worte zur Kritik an Delphinarien schreiben

Delphinarien stehen ja schon lange immer mal wieder in der Kritik und in einigen Ländern
wie z. B. England oder der Schweiz gibt es ja inzwischen auch keine Delphinarien mehr.
In Deutschland gibt es sie –soweit ich weiß- auch nur noch in Duisburg und Nürnberg.
Bei allen -zum Teil vielleicht auch berechtigten Kritikpunkten gegen diese Art der Tierhaltung
muss man aber wohl auch bedenken, dass im Laufe der letzten Jahre zumindest in
Deutschland nicht nur, was die Haltungsbedingungen in Zoos generell betrifft, sondern auch
was die Delphinarien betrifft, viel erforscht, verbessert und entsprechend für die Tiere optimiert wurde.
Sowohl in Duisburg als auch in Nürnberg kann durch erfolgreiche Nachzuchten inzwischen
komplett auf die so umstrittenen Wildfänge (Delphinjagd in Japan) verzichtet werden.
In Nürnberg wurde 2008 eine Außenbeckenanlage für die Delphine gebaut, um für
natürlichere Bedingungen zu sorgen.
Aufgrund der Kritik an der zu großen Lautstärke, der die Delphine ausgesetzt seien,
wurden in einer Studie die Stresshormone bei Delphinen gemessen und auch in der Hinsicht
konnte man Entwarnung geben.
Für mich sind das alles Beispiele dafür, dass man sich
immer wieder bemüht die Haltung dieser Tiere in der
Gefangenschaft zu verbessern und zu optimieren

Natürlich kann man den Tieren, die in Gefangenschaft leben, nie 1:1 das gleiche Leben bieten,
wie sie es in Freiheit haben. Sie leben anders, können aber –meiner Meinung nach-
wenn man ihre Grundbedürfnisse kennt und achtet, trotzdem ein gutes Leben haben.
Wenn man generell gegen Tiere in Gefangenschaft ist, verbietet sich ja konsequenter Weise auch
die Haltung jedes Haustieres. Unsere WS dürften wir nicht einsperren und auch Hunde haben
dann an einer Leine nichts zu suchen.
Sind alle diese Tiere, die bei uns -mal mehr und mal weniger - domestiziert
leben, tatsächlich bemitleidenswerte Kreaturen???
Ich denke nicht!!!!

Neben der Tatsache, dass die intelligenten Delphine durch das Training eine gute Beschäftigung
haben, die ihnen ganz offensichtlich auch Spaß zu machen scheint, erfüllt das Delphinarium auch einen
Bildungs-und Forschungsauftrag und dient nicht usschließlich der Unterhaltung.
Die Besucher können hier Empathie zu den Tieren entwickeln und auch Kenntnisse zu den Problemen,
die diese Tiere durch Menschenhand haben, werden vermittelt, so dass bei einigen Besuchern vielleicht auch ein Bewusstsein dafür geschärft wird, wie man selbst zum Schutz der
Meerestiere beitragen kann.
Objektiv betrachtet lauern die größten Gefahren für Delphine nicht im Zoo, sondern es sterben
hunderttausende Delphine qualvoll und sinnlos
als „Beifang“ in den Schlepp-und Treibnetzen der kommerziellen
Fischerei, weil die Delphine nicht in der Lage sind, diese Netze zu orten.
Längst gibt es Alternativen wie die Ausstattung mit Schallquellen oder Fluchtklappen, die aber
nicht konsequent genug genutzt werden.
Auch der ganze Plastikmüll in unseren Meeren und die Überfischung führen zu einer deutlichen
Reduzierung der Delphine und der Meeresfische insgesamt.
Da sehe ich tatsächlich noch viel Arbeit für die Tierschützer!

Aktionen wie am Sonntag im Nürnberger Delphinarium haben dagegen für mich rein gar nichts
mit Tierschutz zu tun.

http://www.br.de/nachrichten/mittelfran ... z-100.html

Das dient lediglich der Selbstinzinierung Einzelner
und schadet nur denjenigen, die sich ehrlich bemühen
mit sachlichen und fundierten Argumenten die Haltungsbedingungen unserer Tiere in Gefangenschaft
weiter zu verbessern/ zu optimieren.
Liebe Grüße von Andrea mit

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Beitrag von bodo+rolf » Di Mai 02, 2017 14:05

Supertolle Fotos Andrea :) Delphine sind einfach faszinierend!
Unsere Tochter war auf Hochzeitsreise in Neu Seeland und Australien. Da ist sie im offenen Meer mit Delphinen geschwommen. Muss irre gewesen sein :) :)
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Beitrag von Elisabeth » Di Mai 02, 2017 16:43

Andrea, Du hast natürlich wie immer super Fotos gemacht. Ich habe mich nur bis jetzt zurück gehalten, weil ich das ein bissel anders sehe. aber wie ich jetzt gmerkt habe, sehen andere es ähnlich. Aber was in Nürnberg abgelaufen ist, hat überhaupt nix mit Tierschutz zu tun, sondern nur mit Tiergefährdung. Wenn das Becken 4x so groß gewesen wäre, hätte ich es besser gefinden. So viele tiere brauchen einfach mehr Platz, als man ihnen zugesteht. Aber auch, wqenn es weniger gewesen wären, finde ich, bräuchten sie mehr Platz. Und ob die Tiere das so toll finden, Schauobjekt für so viele Menschen zu sein, wage ich auch anzuzweifeln.

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Beitrag von DSV 107 -Wilfried- » Di Mai 02, 2017 18:00

.... auch hier DANKE von meiner seite :!:
einfach nur schön, diese aufnahmen :idea:
Gruß Wilfried

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Beitrag von Potswellis » Di Mai 02, 2017 21:29

Sehr schöne Bilder lieber Andrea. Ich war mit Amelie auch schon im Delphinarium, aber ich habe trotzdem immer einen bitteren Beigeschmack dabei.

Aber auf der anderen Seite braucht man diese Tiere auch für Forschungen und Therapien. Wenn man alles damit verbinden kann, erfüllt es sicher seinen Zweck. Manchmal wünschte ich, man könnte mit den Tieren sprechen. Was da so alles ans Licht käme. Dann könnten wir bestimmt einiger unserer Vermutungen über Bord werfen.

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Beitrag von Andrea DSV2463 » Mi Mai 03, 2017 11:03

:) Guten Morgen Ihr Lieben

und auch hier ein Dankeschön für Eure netten Feedbacks
zu meinen Fotos, aber auch zu Euren Meinungsäußerungen
zu Delphinarien generell!
Elisabeth hat geschrieben:Wenn das Becken 4x so groß gewesen wäre, hätte ich es besser gefinden. So viele tiere brauchen einfach mehr Platz, als man ihnen zugesteht. Aber auch, wqenn es weniger gewesen wären, finde ich, bräuchten sie mehr Platz. Und ob die Tiere das so toll finden, Schauobjekt für so viele Menschen zu sein, wage ich auch anzuzweifeln.


Ja, Freiraum und Platzangebot ist natürlich immer der Punkt, wo jeder Zoo
irgendwann an seine Grenzen stößt, liebe Karla,
und wo auch ich noch Bauchschmerzen habe, obwohl sich diesbezüglich –im Vergleich zu früher-
ja inzwischen schon immens viel verbessert hat
Mit diesen Fragen beschäftigen sich ja auch Zoologen und Biologen weiter in regelmäßigen Kommissionen
um Verbesserungen zu erreichen.
Auch bei den Delphinen wäre ein noch größeres Becken sicher sinnvoll,
auch da gebe ich Dir absolut Recht, liebe Karla

Den Kritikpunkt „Zur Schau stellen“/ „Begafft werden“ muss man –glaube ich-aber schon
differenzierter betrachten. Wie Ute schon sagt, können wir gar nicht wissen, wie die jeweiligen
Tiere das empfinden. Ich glaube man kann spezifisch menschliche Gefühle (wie z.B. auch
das Schamgefühl) nicht einfach 1 zu 1 in das tierische Bewusstsein übertragen.
Der uns sehr ähnliche Affe wird das vermutlich auch noch mal anders empfinden, als ein
Vogel, ein Fisch im Aquarium oder auch ein Delphin.
Wir wissen es einfach nicht und sollten daher auch nicht der Versuchung unterliegen,
menschliche Empfindungen 1:1 auch den Tieren zu unterstellen.
Trotzdem bin ich natürlich auch der Meinung, dass man hoch entwickelten Tieren in
einem Zoo die Chance bieten muss, sich zurückzuziehen. Das ist aber inzwischen auch bei
allen Tierarten und auch bei den Delphinen der Fall.
In manchen Gehegen sah man überhaupt kein Tier, weil sie sich unter einen Baum oder
in eine andere sicht-geschütze Ecke zurückgezogen haben.

Auch mit der Frage, was ist eigentlich artgerecht, tue ich mich schwer, denn eine
verlässliche Definition gibt es dafür ja nicht.
Ein stellv. Zoodirektor hat mal gesagt „artgerecht ist, worin sich eine Art zurecht findet“
Eine andere Definition sagt, dass artgerechte Haltung dann vorliegt, wenn alle wesentlichen
arttypischen Verhaltensweisen ausgelebt werden können.
Aber auch arttypische Verhaltensweisen können sich ja –je nach Bedingungen- ändern.
Bei uns Menschen hätte man früher sicher gesagt, arttypisch ist die Nahrungsbeschaffung
als Jäger und Sammler. Nun kaufen wir unsere Nahrung abgepackt im Supermarkt und niemand
würde behaupten, dass wir leiden, weil wir unseren Jagdtrieb nicht ausleben können.
Genauso können sich vermutlich auch Tiere in gewissem Maß an geänderte Begebenheiten anpassen,
was aber nicht dazu führen darf, dass man sie unzumutbaren Bedingungen aussetzt.
Wir haben diesbezüglich schon eine sehr große Verantwortung wahrzunehmen, wenn wir
Tiere außerhalb ihres angestammten Lebensraumes halten.
Genauso groß ist aber auch unsere Verantwortung , die natürlichen Lebensräume vieler
Tiere nicht immer weiter zu zerstören , denn auch das führt ja dazu, dass Zoos irgendwann
nur noch die Aufgabe der Erhaltungszucht und der Notunterkunft für Arten haben, für die
es auf der Welt keinen anderen geeigneten Platz mehr gibt.:cry:

Sprechen können die Tiere ja leider nicht mit uns, aber ich bilde mir ein, dass man große
Defizite schon am Verhalten ablesen kann.
Wenn Tier „verhaltensgestört“ nur am Gitter auf und ab laufen, apathisch in der Ecke liegen,
ungepflegt und matt wirken oder auffällige Aggressionen etc. zeigen, wird es sicher höchste Zeit,
an den Bedingungen etwas zu ändern.
Die Delphine in Duisburg machten aber tatsächlich einen sehr munteren und agilen Eindruck
und schienen Spaß an der Beschäftigung zu haben, was meine „Bauchschmerzen“ wegen der
Beckengröße schon durchaus relativiert hat.
Auch als sie schon mal ins Vorführbecken durften, bevor das eigentliche Programm begann, tollten sie herum und
machten diverse Sprünge, so dass es nicht den Eindruck
vermittelte, als würden sie nur ihr "Pflichtprogramm"
nach genauer Anweisung ableisten.
Liebe Grüße von Andrea mit

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Beitrag von Neandertaler » Mi Mai 03, 2017 11:43

Das kann ich nur voll und ganz zustimmen.

Artgerechte Haltung wird vielfach so verstanden, dass Tiere so zu halten sind, wie sie in freier Wildbahn leben.

Am besten kenne ich mich mit Wellensittichen aus, auch wie sie im australischen Outback leben. Deshalb möchte ich an diesem Beispiel bezüglich artgerechter Haltung etwas hinzufügen.

Mir wird immer wieder vorgehalten, dass unsere Wellensittiche in "Gefangenschaft" leben. Ich erwidere darauf immer: Soll ich meine Vögel unter Bedingungen wie in Australien hallten? Das würde dann bedeuten, dass ich sie so halten muss, dass 75 % der Nachzuchten nicht älter als 8 Wochen alt werden.

Oder, wenn es bei uns um erkrankte Tiere geht? Hier ist es sicherlich sinnvoll, mit einem Vogel, der leidet und Hilfe braucht, den Tierarzt um Rat zu fragen. Wilde Wellensittiche haben keinen vk Tierarzt! In der Natur ist das anders geregelt. Jeder Vogel, der auch nur im Ansatz Schwäche zeigt, wird gefressen! Dort leidet kein Vogel, das ganze geht ratz fatz.

Andrea weist in ihren Kommentaren immer wieder mal in Fragen der artgerechten Haltung auf Hunde hin. Warum werden Hunde meistens bei Diskussionen um artgerechte Haltung ausgenommen? Auch Hunde sind Lebewesen, die von ihrer Art her nicht einzeln gehalten werden sollten. Bei Wellensittichen diskutieren die Experten bei den Mindesthaltebedingungen und feilschen um cm. Aber die Deutsche Dogge im 1-Zimmer-Aparrtment ist nie ein Thema.

Zoos in all ihren Formen, dazu zähle ich auch ein Delphinarium, haben auch erzieherische Aufgaben zu leisten, den Menschen anzuregen, um über Tiere, Umwelt und Bedürfnisse dieser Tiere nachzudenken. Unsere Diskussion hier zeigt, dass diese Absicht ankommt. Nur - und auch hier beziehe ich mich auf Andrea -, dürfen wir nicht in die Falle gehen, jede Regung beim Tier menschlich auszudeuten.
Zuletzt geändert von Neandertaler am Mi Mai 03, 2017 18:35, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag von Silke82 » Mi Mai 03, 2017 13:08

Liebe Andrea :wave: :wave: bin begeistert,daaaaaaaanke für die tollen Eundrücke ,deine Mühe,👍👍👍👍ich war schon ewig nicht mehr im Zoo,muss ich mal für nächsten Monat planen :) hier in Bayern,gibts schöne Naturparks 😊😊😊

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Beitrag von Anne DSV2252 » Mi Mai 03, 2017 17:58

Liebe Andrea und Gerd. Ich habe eure Beiträge über die "artgerechte" Haltung in den Zoos gerade gelesen und bin voll eurer Meinung.
Ihr habt das Thema sehr gut und ausführlich beschrieben. Danke.

Wir fahren von unserer AZ-Ortsgruppe Ende des Monats nach Walsrode in den Vogelpark. Ich freue mich auf diesen Besuch und bin gespannt, was sich in den letzten Jahren alles verändert hat.
Gruß Marianne Bild

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Beitrag von Andrea DSV2463 » Do Mai 04, 2017 20:08

:) Noch mal Danke für Eure Meinungsäußerungen!

:) Liebe Marianne,

Dir wünsche ich schon jetzt viel Spaß im Weltvogelpark.
Ich war ja letztes Jahr dort und war begeistert!

:) Lieber Gerd,

Deine Argumentation, was die artgerechte Haltung von WS betrifft, kann ich gut nachvollziehen.
Die Bedürfnisse domestizierter Tiere kann man ntürlich
nicht mehr mit denen der freilebenden WS vergleichen.
Da gebe ich Dir absolut Recht.
Neandertaler hat geschrieben:
Mir wird immer wieder vorgehalten, dass unsere Wellensittiche in "Gefangenschaft" leben.


Hm ja …
Mir wird das nur sehr, sehr selten vorgeworfen,
vielleicht auch, weil man sich bei mir dann ja auch immer mit unbequemen Gegenfragen auseinander setzen muss :roll:

Warum interessiert jemanden die Größe meiner Voliere und beim Fleisch auf dem eigenen
Teller werden -durch entsprechendes Einkaufsverhalten- die beschämenden und entsetzlichen Haltungsbedingungen in der Massentierhaltung geduldet/unterstützt??

Schweine sind z.B. hochsensible und soziale Tiere, die nachweislich zu den intelligentesten Säugetieren gehören.
Sie können nach einem gewissen Training problemlos zweistellige Zahlen addieren und subtrahieren,
sie können menschliche Gesichter auf Fotos unterscheiden und wiedererkennen
und sie erkennen sich –wie auch einige Primaten, Elefanten und Delphine- im Spiegel (Ich-Bewusstsein)
Sie haben ein hoch entwickeltes und ausgeklügeltes Sozialleben
und trauern z.B. sehr lange um verstorbene Artgenossen
Manche Tricks, für die Hunde eine Woche brauchen, lernen Schweine in ca. 20 Minuten

Trotzdem werden diese Tiere -des billigen Fleisches wegen- erschreckend skupelos extrem beengt und zeitweise sogar
in kleinen Kastenständen auf Spaltenböden stehend fixiert,
wo sie sich nicht einmal umdrehen können.
Damit es bei dieser Haltungsweise nicht zu Problemen kommt, werden ihnen vorher ohne
Betäubung die Ringelschwänze gekürzt.
Viele Tiere werden durch die skandalösen Haltungsbedingungen krank und überleben -wenn überhaupt- bis zum
Schlachttermin oft nur durch hohe AB-Gaben.
Artgerechte Haltung ist wohl weder angedacht noch vorgesehen.
Entscheidend ist vor allem das Mastgewicht!
Wo bleibt da das menschliche Mitgefühl, die Vernunft und vor allem die Selbstachtung im Umgang mit
intelligenten und vor allem leidensfähigen Tieren ??
Ich finde allein den Gedanken an dieses Unrecht
schwer erträglich! :cry: :cry:

Der Wert für die Menschheit (immer mehr billiges Fleisch) wiegt hier doch in keinster Weise
die Schmerzen, das Leiden und die Schäden auf, die wir unseren Mitgeschöpfen und im übrigen auch unseren Ökosystemen damit gnadenlos zufügen.
In der Massentierhaltung werden Tiere nicht mehr mit Achtung vor dem
Leben als fühlende Lebewesen, sondern nur noch rein als Nahrungsmittel-Ressource behandelt,
die es möglichst gewinnbringend auszubeuten gilt. :cry: :cry:

Möglich ist das wohl nur, weil die Menschen dieses Leiden selten sehen
und es daher offensichtlich gut verdrängen können.
Bei vermeintlichen Missständen im Zoo oder auch bei
Hobbyzüchtern, wird ja deutlich emphatischer reagiert und sehr viel kritischer nachgefragt.

Dazu kommt sicher auch ein gewisser Nahhorizont-Egoismus:
Was uns psychologisch nah ist (z.B. unser Haustier) achten wir sehr viel höher als anonyme Tiere,
auch wenn es sich um gleiche oder ähnliche Tierarten handelt

Ein weiterer Punkt ist wohl auch die allgemeine gesellschaftliche Akzeptanz.
Wenn die Mehrheit dieses Fleisch kauft, kann es ja nicht so verkehrt sein, oder !!!????
Vegetarier werden ja immer noch eher belächelt als ernst genommen.

Fotos von Tieren aus üblichen Massentierhaltungen zu zeigen, erspare ich Euch.
Der Unterschied zu meinen Fotos von den Zootieren oder auch
zu Fotos von unseren in Gefangenschaft lebenden WS
ist natürlich eklatant. :cry:
Aber das wissen die meisten in ihrem Inneren ja
eigentlich auch längst!
Liebe Grüße von Andrea mit

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Beitrag von Potswellis » Fr Mai 05, 2017 8:11

Liebe Andrea,
ich kann mich beiden Artikeln nur anschließen. Du hast mir aus der Seele gesprochen. Artgerechte Haltung zu Definieren ist eine sehr schwierige Angelegenheit und oft überzogen und manchmal gar nicht beachtet. Ich kenne einen Graupapageienhalter dem ein zweiter vom Tierschutz untersagt wird, weil seine Voliere ein paar Zentimeter zu klein ist. Dabei ist die wohl für zwei Aras.

Und in den vierteljährlich erscheinenden Zeitungen "mensch und tier" (ist das Vereinsjournal von aktion tier e.V..), sehe ich ständig Berichte und Bilder die kaum auszuhalten sind. Früher hab ich immer alle gelesen. Jetzt werfe ich sie meistens gleich weg, weil ich es momentan nicht ansehen und lesen möchte. Darin geht es nämlich Hauptsächlich um unsere domestizierten Tiere und Massentierhaltung. Da wird unsere sogenannte Artgerechte Haltung manchmal völlig "übersehen".

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Beitrag von Anne DSV2252 » Fr Mai 05, 2017 10:01

Andrea ich habe deinen Beitrag gelesen und stimme dir voll zu.
Leider schauen die meisten Menschen in Punkto Fleisch auf den Preis und nicht auf den Hintergrund der Haltung. Ich finde das sehr traurig.
Gruß Marianne Bild

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Beitrag von Andrea DSV2463 » Sa Mai 06, 2017 17:25

:) Liebe Ute, liebe Marianne

DANKE für Euer Feedback! :) :)

Man kann halt einfach nur immer mal wieder Aufklärungsarbeit leisten,
aber entscheiden, wie man mit den Fakten
umgeht, muss halt jeder für sich selbst.

Erschreckend finde ich allerdings schon die
Inkonsequenz mit der oft sogar sehr pingelig das
Wohl der Zoo- und Haustiere eingefordert wird,
während man dann gleichzeitig gedankenlos täglich Fleisch aus Massentierhaltung verzehrt und
dabei die katastrophalen Haltungsbedingungen dieser Tiere
problemlos ausblendet! :cry:

Fleisch dürte meiner Meinung nach einfach keine
billige Massenware sein, sondern müsste etwas Besonderes auf dem Speiseplan sein, das dann
sicher auch bewusster und mit mehr Achtsamkeit gekauft und genossen würde.
Für die Tiere würde es natürlich deutlich bessere
Haltungsmöglichkeiten bedeuten, was bei den derzeitigen
Dumpingpreisen ja gar nicht machbar ist! :cry:

Das soll es aber auch zu dem Thema gewesen sein!
Liebe Grüße von Andrea mit

Bild

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