Von allen heimischen Wildpflanzen ist der Löwenzahn wohl die am häufigste vorkommende und gleichzeitig auch die wertvollste Frühjahrsfutterpflanze der europäischen Finken.
Löwenzahn gilt als Heilpflanze , da sie überaus wertvoll ist.
Löwenzahn stärkt Leber , Galle und Nieren und ist die ideale Frühjahrskur.
Auch heute noch wird er medizinisch genutzt , besitzt er doch viele Wirkstoffe.
Gesundheit / Wirkstoffe:
Löwenzahn enthält mehr Provitamin A als Möhren, daneben ein
sehr hoher Anteil der Vitamine B und C sowie Bitterstoffe und Kalium.
Damit regt er den gesamten Verdauungsapperat an.
Familie :
Korbblütler ( Asteraceae)
Wuchs:
5 – 25 cm hohe Staude mit (bitter schmeckendem )weißem Milchsaft. Stängel hohl , unverzweigt , blattlos.
Stark gelappte Blätter in einer bodennahen Rosette. Dottergelbe Blütenkörbchen.
Blütezeit:
April bis Oktober
Hauptblüte April und Mai
Fundorte :
Wiesen , Gärten , Wegränder
Verwechslung :
Während der Blütezeit ist eine Verwechslung nahezu ausgeschlossen. Vor der Blüte wird eine Unterscheidung schon schwieriger, denn es gibt zahlreiche Pflanzen mit weißem Milchsaft , deren Blätter gelappt sind und eine Grundrosette bilden.
Eindeutiges Kennzeichen dieser Art sind dann die stets unbehaarten Blätter .
Wissenswertes :
Wertvolles Futtermittel
Anfangs nur wenige Blätter geben , da der Vogelorganismus auf plötzlich zu
große Mengen des milchigen Saftes mit Durchfall reagieren kann .
Verwertbare Teile / Ernte :
Die milchigen Samenstände des Löwenzahns sind wohl das begehrteste Futter fast aller Körnerfresser. (Blütezeit Mai + Juni ).
Wertvoll sind auch die Blätter (am Besten die jungen , zarten Triebe ) als Grünfutter.
Prinzipiell aber Blätter in allen Entwicklungsstadien.
Die Blätter können ganzjährig gesammelt werden.
Vor der Blüte im Frühling schmecken sie am Besten, da sie im Laufe des Jahres immer
bitterer werden.
Wurzeln
/color] Die langen Pfahlwurzeln werden ausgegraben und frisch gereicht.
Einige Papageien mögen die Wurzeln , die nur in kleinen Mengen ab und an gereicht werden sollten .
Bevorzugter Erntezeitpunkt:
Blütenköpfe:
Sobald sich die gelben Blüten schließen und sie die welken Blütenblätter abstoßen ist nur ganz kurz vor dem öffnen zur „Pusteblume“ Sammelzeit für die Blütenköpfe.
Sie enthalten viele Samen , die je nach Reifegrad gelbbraun bis schwarzbraun sein können.
Wenn die Samen beginnen , bräunlich zu werden , werden sie von den Vögeln bevorzugt gefressen. Das ist dann dann der Fall , wenn die auf der Spitze der Samenköpfe befindlichen Blütenblätter vertrocknet und damit ebenfalls bräunlich aussehen und bei der Berührung leicht abfallen.
Die Wurzeln werden ab September bis in den Winter hinein ausgegraben. Je später
man sie erntet, um so weniger Bitterstoffe enthalten sie.
Im Winter schmecken sie sogar eher süßlich.
Fütterungsvorbereitung:
Es empfielt sich von den Löwenzahnköpfen vor dem Verfüttern oder Einfrieren die Flughaare mit einer Schere abzuschneiden, da diese ansonsten durch Voliere , Käfig + Wohnung umherfliegen.
Einfrieren :
Die Löwenzahnköpfe lassen sich sehr gut einfrieren und können dann bei Bedarf an die Vögel verabreicht werden.
Dazu sollte man aber möglichst nur die milchigen (halbreifen) Samenköpfe nehmen, wo die Samen noch eine gelbliche Färbung haben.
Die Köpfe mit den reifen (braunen) Samen lassen sich nicht so gut einfrieren , sie sind nach dem Auftauen schleimig , kleben aneinander und werden kaum noch gefressen. Diese sollte man besser sofort frisch verfüttern.
Vogelarten :
Finken , Kanarien , Zebrafinken , Wachteln , Sittiche und andere exotische
Körnerfresser